Der Ingenieurtag für Oberstufenschüler der Lahrer Schulen am Max-Planck-Gymnasium lief zum 15. Mal. Dabei erhielt ein „Ehemaliger“ die Ehrenmitgliedschaft im Verein der Freunde.
Der Tag geht laut Mitteilung des Max-Planck-Gymnasiums (MPG) auf die Initiative des langjährigen Förderers des naturwissenschaftlichen Bereichs am „Max“ Martin Herrenknecht zurück. Jedes Jahr im März geben sich renommierte Ingenieure und Naturwissenschaftler, mit und ohne MPG-Vergangenheit, ein Stelldichein und versuchen die jungen Leute für Berufe in den MINT-Fächern (Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik und Technik) zu begeistern.
Neben Vertretern bekannter hiesiger Firmen, die Einblicke in ihre tägliche Arbeit gaben, waren auch wieder Forscher und Lehrpersonen des Karlsruher Instituts für Technologie und der Hochschule Offenburg vertreten. Sie berichteten von Studier- und Berufsmöglichkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung.
Auch zu Bewerbungen gab’s Informationen
Baden-Württemberg bietet sowohl ausgezeichnete Hochschulen als auch viele Unternehmen im Bereich Technologie und IT, heißt es in der Mitteilung weiter. Neben den bekannten „Global Players“ sind demnach im Ländle viele mittelständische Unternehmen beheimatet, die als „Hidden Champions“ jungen Menschen interessante Karrieremöglichkeiten bieten. Beim Ingenieurtag wurde auch über praktische Fragen wie Bewerbung und Anmeldung oder den Aufbau der entsprechenden Studiengänge informiert.
Die Begrüßung und Verabschiedung der Teilnehmer liefen in der Aula. Dazwischen wurden Themen, Berufe und beispielhafte Projekte in kleineren „Ingenieursrunden“ vorgestellt. Dafür konnten sich Jugendlichen vorher eintragen.
Zum Abschluss des diesjährigen Ingenieurtages wurde Herrenknecht von der ehemaligen Schulleiterin Waltraud Oelmann, die für den Verein der Freunde des Max-Planck-Gymnasiums sprach, die Ehrenmitgliedschaft im Verein verliehen. Die Urkunde zeigt Motive der Schule, die mit Hilfe einer von Herrenknecht geförderten KI-Anwendung erstellt wurden. Auch der goldene „Max“, das Logo der Schule, das ihm von Schulleiter Martin Ries überreicht wurde, entstand auf einem 3D-Drucker, dessen Anschaffung Herrenknecht ermöglicht hatte.
Herrenknecht finanzierte technische Geräte im Wert von knapp einer Million Euro
In seiner Laudatio hob Ries die besondere Bedeutung der 20-jährigen Förderung des MPG durch Herrenknecht hervor, die über den monetären Wert der „gekauften technischen Geräte“ – im Wert von insgesamt knapp einer Million Euro – weit hinaus gehe. Diese Unterstützung „verbessert die Lehre zum Wohl aller Schülerinnen und Schüler.“ Offensichtlichen Nutzen brächten „Geräte wie 3D-Drucker, Laser-Cutter, CNC-Fräse, Rechner für die Programmierung, ein eigener Wetterballon mit Sonde für den Flug auf 38 Kilometer Höhe oder die I-Pads für alle Lernenden, aktuell bis Klasse 8.“
Viel gravierender jedoch seien „die subtileren Folgen“ des Engagements Herrenknechts. „Wir sind eine digitale Schule in einer digitalen Gesellschaft“, führte er aus, „jedes Kind von der fünften Klasse an hat bei uns die Möglichkeit, digitale Kompetenzen zu erwerben – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.“ Das Arbeitsumfeld motiviere das Kollegium zusätzlich, sich weiter zu entwickeln. Dies zeige sich darin, dass zwei Lehrkräfte bald „für die Verwirklichung neuer Impulse im Unterricht mit dem Zukunftspreis der Cornelsen-Stiftung ausgezeichnet werden.“
Engagement bleibt
Martin Herrenknecht bedankte sich für die Ehrung und kündigte an, als ehemaliger Schüler und später Vater von Kindern an der Schule, dem „Max“ weiterhin verbunden zu bleiben. Dass es seiner Firma gut gehe, liege auch daran, dass es in der Gegend viele qualifizierte Mitarbeiter gebe – „Menschen, die eine positive Einstellung zur Arbeit haben und anpacken können.“