Fünf Bitzer Gemeinderäte haben die Urkunde und Ehrennadel des Gemeindetages erhalten.
In der Sitzung des Gemeinderats überreichte Bürgermeisterin Raphaela Gonser fünf Gemeinderäten für ihr mehrjähriges ehrenamtliches Engagement in Bitz die Urkunde und Ehrennadel des Gemeindetages Baden-Württemberg. Der Gemeinderat sei das Hauptorgan einer Gemeinde. Dabei sei das Gemeinwohl der Gemeinde oberste Gebot, betonte Gonser. Dieses gelte es gegenüber Einzel- und Gemeinschaftsinteressen durchzusetzen. Was die Bürgerinnen und Bürger als wichtig und notwendig empfänden und was deshalb die Gemeinde auch bereitstellen sollte, unterliege stetigem Wandel, verursacht durch vielfältigste gesellschaftliche Entwicklungen. Es sei deshalb unabdingbar, dass die Gemeinde immer wieder neu hinterfrage, was die Bürger brauchten und benötigten. Auch wenn Entscheidungen nie leichtfertig getroffen würden, sei es unmöglich, allen Erwartungen und Wünschen gerecht zu werden.
Spagat zwischen den Erwartungen und Wünschen
Frank Blickle, Gunnar Füß, Reiner Planckenhorn, Frank Hohnwald und Wolfgang Ziemen hätten über Jahre hinweg diesen Spagat gemeistert, dabei manchen Gewissenskonflikt bewältigen müssen und eigene Interessen zurückgestellt. Die Ehrung des Gemeindetages würdige ihren unermüdlichen Einsatz und ihre wertvolle Arbeit zum Wohl der Gemeinschaft. Frank Blickle, Gunnar Füß und Reiner Planckenhorn hätten sich durch zehn Jahre Gemeinderatstätigkeit mit Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein große Anerkennung verdient. Ihre Arbeit habe sich aber nicht nur auf den Gemeinderat beschränkt, sondern sie seien auch in vielfältigen Gremien und Ausschüssen aktiv gewesen.
Raphaela Gonser dankte ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz und bedauerte, dass Gunnar Füß und Reiner Planckenhorn auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatten, freute sich aber, dass die Bürger Frank Blickle für eine weitere Amtszeit das Vertrauen geschenkt haben.
In verschiedenen Gremien und Ausschüssen aktiv
Auf 20 Jahre Gemeinderatsarbeit blickt Frank Hohnwald zurück. In dieser Zeit war er in verschiedenen Gremien und Ausschüssen aktiv, zuletzt als Mitglied der Verbandsversammlung des Abwasserverbands Scher Lauchert und im Aufsichtsrat der Energie- und Wasserversorgung Bitz (EWB). 2019 wurde Frank Hohnwald zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Dieses Engagement dankten ihm die Wählerinnen und Wähler bei der diesjährigen Kommunalwahl mit den meisten Stimmen. Die Bürgermeisterin würdigte dabei vor allem seine große Nähe zu den Menschen. Frank Hohnwald habe sich in Themen eingearbeitet und bei den Menschen vor Ort informiert, um anschließend eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Eine besondere Ehrung
Die letzte Ehrung des Abends war eine besondere: Wolfgang Ziemen wurde für 40 Jahre Gemeinderatstätigkeit ausgezeichnet. Seit 1984 war er ohne Unterbrechung Mitglied des Bitzer Gemeinderats. In dieser Zeit habe er sich stets in verschiedenen Ausschüssen und Verbänden engagiert, zuletzt im Aufsichtsrat der EWB sowie im Kindergartenausschuss, betonte Gonser. Seit 2016 ist er im Stiftungsrat der Stiftung „Gemeinsam in Bitz“ aktiv. Im Jahr 1999 wurde Ziemen zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister gewählt, ab dem Jahr 2003 war er stets erster stellvertretender Bürgermeister. Den sich wandelnden Herausforderungen der Gemeinde habe er sich in den vergangenen 40 Jahren stets gestellt und mit seiner Erfahrung und seinem Engagement maßgeblich dazu beigetragen, Lösungen zu finden.