Der Mitmachtag „Kunst am Tier“ hat auf der Sohleck-Farm das Ehrenamt erlebbar gemacht. Auf dem Nachbargrundstück gab es ein gut besuchtes Güggelifest.
Im Rahmen des bundesweiten Ehrentags fand in der Kinder- und Jugendfarm Sohleck in Weil am Rhein am Pfingstsonntag der Mitmachtag „Kunst am Tier“ statt. Der Ehrentag ist dafür gedacht, ehrenamtliches Engagement sichtbar zu machen und Menschen dazu einzuladen, Vereine, Initiativen und Kinder, Jugendliche und soziale Projekte kennenzulernen und selbst aktiv zu werden.
Im Sohleck konnten Kinder, Jugendliche oder die ganze Familie die Tiere der Farm aus nächster Nähe erleben und ihre Eindrücke kreativ umsetzen. Gemeinsam entstanden Bilder, Bastelarbeiten und kleine Kunstwerke rund um Tiere und Natur. Das Ziel der Aktion sei es, wie Heinrich Lehr, Vorstand des Proland Vereins und Betreiber der Tierfarm erklärt, Kreativität, Naturerlebnis und den respektvollen Umgang mit Tieren miteinander zu verbinden.
Die Kinder konnten verschiedene Materialien ausprobieren, Ideen einbringen und die Farm als offenen Lern -und Begegnungsort kennenlernen. Auf der Farm werden auch vom Aussterben bedrohte Geflügelrassen wie Marans oder Vorwerkhühner gezüchtet
Im hinteren Teil des Grundstücks befindet sich ein Pfauengehege, im vorderen sind Schweizer Schwarznasenschafe untergebracht.
„Die Farm gibt es schon seit ungefähr zwölf Jahren“, erzählt Lehr im Gespräch mit unserer Zeitung, „wir arbeiten auch mit straffällig gewordenen Jugendlichen, aber grundsätzlich sind hier alle willkommen.“ An diesem Tag seien etwa 50 Kinder mit ihren Eltern dagewesen.
Da auf dem anschließenden Grundstück parallel das alljährliche Güggelifest des Kleintierzuchtvereins Weil am Rhein stattfand, konnten die Eltern die Kinder von den Verantwortlichen der Farm betreuen und es sich auf dem Fest gut gehen lassen. Dieses sei sehr gut besucht gewesen, erzählte die Vereinsvorsitzende Sonja Hertlin. Derart gut besucht, dass die Bedienungen fast nicht mehr hinterher gekommen seien und allzu ungeduldige Gäste darum bitten mussten, woanders hinzugehen.
52 selbst gemachte Kuchen und Torten
Seit dreißig Jahren veranstaltet der Verein mit vielen fleißigen Helfern dieses Fest an drei Tagen von Pfingstsamstag bis -montag. Insgesamt wurden 800 halbe Hühnchen, 150 Schweinshaxen, 300 Würste und 80 Kilogramm Pommes verkauft. Außer gegrilltem Güggele gab es 52 selbst gemachte Kuchen und Torten sowie Kaffee und weitere Getränke. Auch wegen des heißen Wetters fanden kühle Getränke regen Zuspruch.
Die Kinder konnten von einem Grundstück zum anderen wechseln und sich von den Eltern mit Essen und Trinken versorgen lassen, das sie auf dem schattigen und damit kühleren Grundstück der Tierfarm genießen konnten.
Kinder helfen beim Pflanzen von Beerensträuchern
Am Pfingstmontag halfen die Kinder und Jugendlichen beim Pflanzen von Beerensträuchern und Kräuterhochbeeten. Diese Aktion lief unter dem Motto „Kinder pflanzen Zukunft“ und soll Wissen über die Natur, Nachhaltigkeit und dem Anpflanzen von Lebensmitteln im eigenen Garten vermitteln.
Auch das Güggelifest ging am Montag weiter und so landeten wohl auch die letzten 80 gegrillten Hühner in den Mägen der Besucher.