Herold Schwind (links) erhält von Bürgermeister Jens Keucher neben Ehrennadel und Urkunde auch noch ein zusätzliches Geschenk der Stadt Sulz überreicht. Foto: Schneider

Seit über 55 Jahren setzt sich Herold Schwind in vielfältiger Weise für die Gesellschaft ein. Dafür ist er nun mit der Landesehrennadel ausgezeichnet worden. Eines seiner aktuellen Projekte ist die Sulzer Naturerlebnisgruppe.

Er hatte selbst unzählige Male über die Wehrsteinhalle in Fischingen geschrieben – jetzt steht er als Ehrengast in ihr und erhält von Bürgermeister Jens Keucher die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen.

 

In seiner Laudatio an Schwind gesteht der Bürgermeister, dass es auch für ihn ein besonderes Ereignis sei, ist es doch das erste Mal, dass er so eine hohe Auszeichnung vergeben darf.

Besonderer Verdienst fürs Gemeinwohl

Und freut sich sogleich, dass er die Nadel an Schwind übergeben dürfe. „Wir kennen uns schon viele Jahre und sind längst beim ‚Du‘“, kommt er auf die persönliche Beziehung mit dem Geehrten zu sprechen.

Denn dieser habe sich mit seinen besonderen Verdiensten um das Gemeinwohl und die Gesellschaft verdient gemacht, hebt Keucher hervor.

Die Naturerlebnisgruppe

An dem Engagement Schwinds könne man eindrücklich sehen, wie das Handeln Einzelner Einfluss auf das Leben von Vielen haben könne, betont er.

Und nennt mit der Naturerlebnisgruppe eines der zahlreichen Beispielen, an denen dies deutlich wird. 2020 hatte Schwind die Gruppe gegründet, die mittlerweile drei Altersstufen mit über 30 Kindern aus ganz Sulz umfasst.

Der umtriebige Kleintierzüchter

„Vielen Dank dafür!“, sagt der Bürgermeister und weist darauf hin, dass die Aktionen, mit denen die Kinder die Natur in ihrer direkten Umgebung erleben können, mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil des Ferienprogramms „Sulzer Sommerspaß“ seien.

Doch ist das natürlich nicht das Einzige, wofür Schwind die Auszeichnung des Landes erhalten hat. So ist er von 1970 bis zum heutigen Tage bei den Kleintierzüchtern Fischingen aktiv und hatte dort zahllose Ämter inne – etwa das des Vorsitzenden sowie später dessen Stellvertretung. Mittlerweile wird er als Ehrenmitglied geführt.

Gründungsmitglied der Narrenzunft

Zehn Jahre später trat er dem Fischereiverein bei, wurde Gewässerwart, leitete die Jugendgruppe und stellte Landesjugend-Treffen mit zahlreichen Teilnehmern auf die Beine. Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene wurde er für sein Engagement mit vielen Auszeichnungen bedacht.

Seine närrische Seite kam ab 1990 zum Tragen, als er zusammen mit anderen Engagierten die Narrenzunft aus der Taufe hob, der Schwind bis heute noch angehört.

Allzeit bereit

Auch im Sportverein war er aktiv, erst selbst 13 Jahre als Jugendspieler, trainierte dort die Jugend und erhielt für sein Engagement schließlich das Goldene Vereinsabzeichen.

Den Fischinger Pfadfindern St. Georg fühlt er sich ebenfalls zeitlebens verbunden und war dort unter anderem auch als Stufenleiter aktiv. Darüber hinaus engagierte er sich für außerschulischen Unterricht an Grundschulen – eine Idee, aus der schließlich die Naturerlebnisgruppe hervorging.

Der Ministerpräsident stimmt zu

Zusätzlich ist Schwind auch als freier Mitarbeiter für die beiden Lokalzeitungen tätig. „Das ist ein wichtiger Beitrag für die Öffentlichkeit“, hält Keucher fest.

Kein Wunder, dass bei so einem Leben für die Gemeinschaft der Empfehlungsbeschlusses des Ortschaftsrates an den Bürgermeister einstimmig war und weder dieser noch das Regierungspräsidium in Freiburg noch Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart etwas einzuwenden hatten.

Vorbild für die Gesellschaft

Und so heftet der Bürgermeister dem sichtlich stolzen Schwind die Ehrennadel ans Revers, nicht ohne noch eine Bitte loszuwerden: „Ich hoffe, dass du dich weiterhin mit solch einer großen Beharrlichkeit für die Gemeinschaft einsetzt.“

Denn durch sein selbstloses Engagement sei Schwind zu einem wahren Vorbild für die Gesellschaft geworden.