Viel Arbeit liegt auf den Schultern der Menschen, die ihre Freizeit für die Allgemeinheit einsetzen. Jetzt wurden sie geehrt.
Beim Ehrenamtstag der Stadt Oberndorf zeichneten Bürgermeister Matthias Winter und Heidi Kuhring vom Amt für Kultur, Jugend und Senioren zahlreiche Einzelpersonen und sechs Personengruppen für ihre ehrenamtlichen Verdienste und Projekte aus und freuten sich über rund 120 Zusagen zur Feierstunde im festlichen Rahmen der ehemaligen Klosterkirche.
Beim Stehempfang bestand Gelegenheit zum Austausch. Umrahmt wurde die Veranstaltung mit Akkordeonmusik und Begleitung am Cajon vom Trio „Quetschmusikoff“.
Stadt könnte das nicht leisten
In seiner Festansprache ging Winter auf den Wert des Ehrenamtes ein. Im Rahmen der Feierstunde wolle man Persönlichkeiten ehren, die sich als Einzelkämpfer, in Gruppen, Vereinen und Initiativen um das Gemeinwohl verdient gemacht hätten. Der Bürgermeister betonte, was die geladenen Gäste für ihre Wohnorte leisten, könnte von der Stadt weder finanziell noch personell gestemmt werden und verdiene höchste Wertschätzung. Jeder Einzelne sei wertvoll.
Hoffnung auf andauerndes Engagement
Winter verlieh der Hoffnung Ausdruck, die Anwesenden würden noch lange im Ehrenamt aktiv bleiben, wodurch sie auch eigene Lebensqualität erzielt hätten. Gleichzeitig sollten sie andere durch ihr positives Beispiel animieren, es ihnen gleich zu tun. Winter legte ihnen nahe, ihren Erfahrungsschatz in Gesprächen weiterzugeben und voller Stolz und Zufriedenheit auf das Erreichte zu blicken.
Auszeichnung mit der Freiwilligencard ist bares Geld wert
Als Dankeschön erhielten 56 Personen die „Freiwilligencard 2025“, die sie dazu berechtigt, ein Jahr lang verschiedene Leistungen zum halben Preis zu nutzen. Der Rabatt erstreckt sich auf Museumsbesuche, einen Volkshochschulkurs pro Semester, Büchereigebühren, Freibadbesuche und Dauerkarten sowie Eintritt zu Veranstaltungen, deren alleiniger Veranstalter die Stadt Oberndorf ist.
Sechs Projektgruppen ausgezeichnet
Beim „Biergartenfest Bochingen“ sei die Stadt seit dem dritten Jahr als Mitveranstalter an Bord, berichtet Heidi Kuhring. Drei Viertel des Erlöses werden an die Vereine und Organisationen der Helfer ausgeschüttet, ein Viertel verwende der Ortschaftsrat für Zusatzwünsche zum Wohl der Bevölkerung.
Der „Mostbesen Boll“ des Musik- und Fördervereins leiste getreu der Devise „Schützen durch Nützen“ einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen, schaffe trotz geschlossener Gastronomiebetriebe eine Einkehrmöglichkeit und finanziere die Jugend- und Vereinsarbeit.
Die „Bürger für Bochingen“ samt „Generationenbrücke“ mit Bürgertreff und Nachbarschaftshilfe engagieren sich in vielerlei Hinsicht für das Gemeinwohl und pflegen die fertiggestellten Projekte.
Eine 2022 gegründete Nachfolgergruppe der „Bürger für Boll“ von aktuell zwölf Personen, darunter Ortsvorsteher Wolfgang Schittenhelm, widmet sich unter der Devise „Mer sott“ der Pflege von Wanderwegen und der Verschönerung der Gemarkung.
Bei den „Bürgern für Aistaig“ kümmern sich 22 Gruppenmitglieder um Ortsvorsteher Frank Ade um die Erhaltung eines ansprechenden Ortsbilds und wollen den „Sängerweg“ Richtung Bogeneck wieder herstellen.
Großes Lob galt auch dem „Jugendclub Altes Badhaus Beffendorf“, der unter Anleitung des fachkundigen Malers Kerim Ben Salem in umfangreicher Arbeit die Außenfassade des ehemaligen Wäschereigebäudes saniert hat.
Die Freiwilligencard 2025 geht an:
Martin Banholzer (Narrenzunft Bochingen), Wolfgang Bastian (Sportschützen Aistaig), Kerim Ben Salem (Ortsverwaltung Beffendorf), BertholdBrandecker (Kath. Kirchengemeinde St. Mauritius Bochingen), Jessica Brösamle (TC Bochingen), Regina Diffenhard (Karg-Elert-Musikschule), Jennifer Draser (TSV Hochmössingen), Fritz Eisenblätter (Mieterverein), Marianne Engisch (LINDE 13), Ines Fischer (TSV Boll), Daniel Fridmansky (SC Lindenhof), Roland Geisler (Imkerverein Oberndorf a.N.), Jakob Ginter (Ev. Kirchengemeinde Boll), Anja Girrbach-Blöchle (Nabu), Stefan Glatthaar (Förderverein SV Beffendorf), Alina Gleichauf (Wir für Lindenhof), Eva Grosch (Schützengesellschaft), Sarah Grosch (BUND), Annette Haag (Ev. Pfarramt Aistaig), Hans Häckel (AWO), Monika Haller (Seniorenzentrum Haus Raphael), Brigitte Hezel (Stadtkapelle), Katrin Hezel (Kirchengemeinde St. Otmar), NicoleHils (Narrenzunft Altoberndorf), Helga Hölsch (Pfarreibüro St. Silvester), Jürgen und Simone Hofmann (Kulturforum), Luisa Holzer (TSV Hochmössingen), David Hütter (DAV), Johanna Jainsky (Musikapelle Altoberndorf), Karin Jochem (Hospizgruppe), PeterJoost (Ev. Pfarramt Aistaig), Karin Joram (LINDE 13), Elisabeth Knöferl (Kontakt-Kreis Leben), Bettina Kuptz (Bürgerstiftung ), Sandy Lehmann (MV Bochingen), Elke Maier (Very Hot Square Dancers), Marc Melber (Gestaltung Durchgang Schuhmarkt 13), Angelika Moch (LINDE 13), Taher Nik Andish (Initiative Offene Hände), Stefanie Pfau („Harmonie“ Beffendorf), Georg Schillinger (Ortsverwaltung Hochmössingen), Gisela Schmidt (Gemeinsam für Boll), Silvia Schmidt (Kirchengemeinde St. Urban), Sina Schwind (MV Aistaig), Christine Seimel (Förderverein Kronesaal), Magdalena Steinwand (LINDE 13), Christian Summ (Siedler u. Kleingärtnerverein), Esther Unger (Fördergemeinschaft der Ivo-Frueth-Schule), Daniel Wagner (Angel- und Naturschutzverein), Yvonne Wallum (TV Beffendorf), Anja Weigel (Hegering Oberndorf), Sabrina und Ingrid Werner (TV Beffendorf), Theresia Werner (Akkordeonorchester Beffendorf), Anja Wößner (MV Hochmössingen)