Der Stellenwert ehrenamtlichen Engagement wird in Oberndorf nicht nur mit einem Empfang zum „Tag des Ehrenamts“ gezeigt, sondern auch mit der Überreichung der „FreiwilligenCard“ unterstrichen. Foto: Wagner

Das Gemeinwesen kommt ohne sie nicht aus – ehrenamtlich Engagierte helfen an vielen Stellen. Dafür zeichnet Oberndorf jetzt 58 Personen und sieben Gruppen aus.

Man wolle heute etwas würdigen, das man nicht kaufen könne, erklärt Bürgermeister Mathias Winter bei der Begrüßung der zahlreichen ehrenamtlich tätigen Oberndorfer Bürger in der Klosterkirche. Sie würden Energie, Zeit und Leidenschaft für das Wohl anderer aufbringen und damit das mehr denn je wichtige „Miteinander“ in der Gesamtstadt stärken und fördern.

 

„Wir würdigen heute eine Haltung, Herz, Initiative und die Bereitschaft sich für andere einzubringen“ sagte der Bürgermeister. Er zählte die vielen Möglichkeiten auf, in denen dies geschieht, und nannte neben dem Engagement in Bürgervereinigungen, Vereinen und Institutionen auch die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz oder anderen Organisationen als Beispiele.

„Haugenblech“ umrahmt den Ehrenamtstag musikalisch stimmungsvoll. Foto: Wagner

Dieses große Engagement unzähliger Menschen, zu unterstützen und zu helfen, wo man gebraucht werde, sei nicht nur bewundernswert, sondern sehr hilfreich. Staat und Stadt seien nicht in der Lage, selbst zu leisten, was diese Menschen für die Allgemeinheit tun würden. So gelte ihnen der besondere Dank der Stadtverwaltung – aber auch sein ganz persönlicher. So gab es an diesem zum Ehrenamtstag „ein herzliches Dankeschön“, dass diese Bürger Verantwortung übernehmen würden, den Mut hätten Neues auszuprobieren und Ideen zu entwickeln.

Bürgermeister und Verwaltung stehen bereit

Die Gesellschaft brauche solche Menschen, und er biete sich selbst und auch die Stadtverwaltung jederzeit als Ansprechpartner an. Winter appellierte an die Anwesenden, sich auch weiterhin ehrenamtlich zu engagieren und andere zu motivieren.

Gemeinsam mit der Kulturamtsleiterin Heidi Kuhring überreichte der Bürgermeister dann die FreiwilligenCard an 58 Oberndorfer Bürger für deren großes ehrenamtliches Engagement in Vereinen, Institutionen und Vereinigungen. Mit dieser Karte können Angebote der Stadt, wie beispielsweise die Bücherei, das Freibad oder auch Veranstaltungen, zum halben Preis genutzt werden.

Kulturamtsleiterin Heidi Kuhring würdigt Gruppen, die das „Miteinander“ in den vergangenen Monaten bereichert haben. Foto: Wagner

Aber nicht nur Einzelpersonen wurden an diesem Abend für ihre großartige Leistung geehrt. Kulturamtsleiterin Heidi Kuhring präsentierte verschiedene Gruppen, die im vergangenen Jahr durch besondere Projekte das „Miteinander“ in der Gesamtstadt bereichert hatten. So wurden das Jugendprojekt „Sandstrand“ in Aistaig, das Brunnenteam Aistaig, der TV Oberndorf, der den Lauftag seit Jahren organisiert, und auch die Gruppe, die die Umsiedlung der Kreuzkröten von Bochingen nach Aistaig durchgeführt hatte, von Bürgermeister Mathias Winter geehrt.

Auch die Schöpfer des Mountainbiketrails rund um Oberndorf, das Jugendprojekt „Sanierung Jugendclub Bochingen“, der Bürgerinitiative „7 auf einen Streich“, deren Ziel die Verbindung der Oberndorfer Stadtteile ist, und die Gruppe „Hochmössingen aktiv – Rundwege Hochmössingen“ wurden gewürdigt.

Als der Bürgermeister zu Häppchen und Getränken einlud, spielte das Septett „Haugenblech“, das die Veranstaltung musikalisch glänzend umrahmt hatte, nochmals auf und unterhielt mit flotten Weisen.

Die Geehrten

David Arnold (Angel- u. Naturschutzverein Oberer Neckar), Désirée Beitmann-Birkemeyer (Karg-Elert-Musikschule), Claudia Bertsche (Förderverein Gymnasium am Rosenberg), Ursula Breier (Kontaktkreis Leben), Barbara Danner (Evangelische Kirchengemeinde), Birgit Dern (NABU/BUND), Dorothee Ehrenfels (Gesangverein Eintracht Aistaig), Karin Endriß (Bürgerstiftung), Kathrin Faist (Tierschutzverein Oberndorf), Corina Flaig (Tennisclub Bochingen), Markus Frick (Wir für Lindenhof), Roland Geisler (Sozialstation Raum Oberndorf gGmbH), David Glatthaar (Brusting Bastion Hochmössingen), Ilse Götz (Gesangverein Frohsinn), Gerd Gruber (Bezirksimkerverein), Zora Haag (Bürger für Bochingen), Beate Haaga (Kirchengemeinde St. Silvester Altoberndorf), Manfred Haaga (Ortsverwaltung Beffendorf), Sibylle Haas (TSV Hochmössingen), Hubert Haug (Ortsverwaltung Beffendorf), Sonja Helber (Trachtenverein Oberndorf), Aileen Heß (SC Lindenhof), Selma Hetzel (Fördergemeinschaft Ivo-Frueth-Schule), Marion Hofmockel (AWO), Franziska Holzer (Kirchengemeinde St. Mauritius Bochingen), Lisa Ilka (TV Beffendorf Turnen),  Elisabeth Keck (Radfahrverein Wandervogel Beffendorf),  Manuela Kimmi (Kulturforum),  Peter Klausmann (katholische Kirchengemeinde Beffendorf),  Ute Kopp (Kirchengemeinde St. Otmar Hochmössingen),  Rüdiger Krauth (Karate Do),  Andrea Kühn (Musikverein Aistaig),  Moritz Lauble (TV Beffendorf Volleyball),  Klaus Lengfeld (Diabetiker Selbsthilfegruppe Oberndorf),  Sigi List (Selbsthilfegruppe Fibromyalgie LK Rottweil),  Angelika Luniak (Kirchengemeinde St. Michael),  Annett Möller (Narrenzunft Altoberndorf),  Sigrid Mutschler (Verry Hot Square Dancers),  Susanne Riedel (Evanglische Kirchengemeinde Aistaig),  Anja Rogler (TSV Aistaig),  Anna Schatz (TSV Boll),  Gaby Schmidt (Hospizgruppe),  Katja Schmid (Spielvereinigung Oberndorf),  Jessica Schnetter (Musikkapelle Altoberndorf),  Beate Schuhmann (Evangelische Kirchengemeinde Aistaig),  Waltraud Schradin (Seniorenzentrum Haus Raphael),  Margit Staiger (Förderverein SV Beffendorf),  Anton Staiger (Ortsverwaltung Beffendorf),  Daniel Tritschler (Deutscher Alpenverein Sektion Oberer Neckar),  Ismael Vaquera (Ortsverwaltung Bochingen),  Sandra Wagler (TSV Hochmössingen),  Dagmar Walter (TVO Abteilung Fechten),  Heike Weber (TV Beffendorf),  Anja Weigel (Hegering Oberndorf),  Reinhold Weisser (Ortsverwaltung Hochmössingen),  Theresia Werner (Gesangverein Harmonie Beffendorf),  Silvia Weymann (TTSB Aistaig),  Marco Wilhelmi (Kolpingsfamilie),  Mechthilde Züfle (Akkordeonorchester Beffendorf)