Er wird hochgeschätzt, der Ehrenamtsempfang der Stadt Triberg – gut 200 Besucher sprachen eine eindeutige Sprache.
„Als ich 2002 das Amt des Bürgermeisters übernommen habe, gab es keinen Neujahrsempfang – und ich habe in der Folge bewusst auf einen solchen verzichtet und stattdessen die ehrenamtliche Elite unserer Stadt in den Mittelpunkt gestellt“, erinnerte Bürgermeister Gallus Strobel an den Sinn des Empfangs.
Neben nahezu allen Mitgliedern des Stadtrats konnte Strobel beim letzten Ehrenamtsempfang unter seiner Leitung zahlreiche Ortschaftsratsmitglieder aus Nußbach und Gremmelsbach inklusiv der Ortsvorsteher Heinz Hettich und Helmut Finkbeiner begrüßen – sie alle waren gekommen, um den zahlreichen Ehrenamtlichen die Ehre zu geben.
Das Engagement der ehrenamtlich tätigen Mitbürger sei unbezahlbar und unverzichtbar. Zwar sorge man beispielsweise bei der Freiwilligen Feuerwehr für die bestmögliche Ausstattung, jedoch funktioniere diese nur mit Freiwilligen. Dabei habe man erhebliche Mühe, einen ausgeglichenen Haushalt hinzubekommen – dennoch wolle man an der Unterstützung der Vereine und des Ehrenamts auf keinen Fall kratzen. Denn „ihr seid Vorbilder – in der Familie, im Beruf, im Freundeskreis, ein Schatz für die Gesellschaft“, betonte Strobel.
Breitbandnetz wird weiter ausgebaut
Er warf auch einen Blick auf das, was man seitens der Gemeinde bewegt habe: In erster Linie der Ausbau des Breitbandnetzes, der auch in 2026 fortgesetzt werde. Daneben habe man auch das Trinkwassernetz ausgeweitet und werde dies weiterführen. Auch in die Schulen habe man investiert, für 2026 sei unter anderem die Planung für die Erneuerung der Fachräume am Schwarzwaldgymnasium angegangen. Für 2026 werde der Rüstwagen der Feuerwehr erwartet.
Für 2026 werde man, trotz knappster Kassen, die Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus weiter vorantreiben, die oberen Wasserfalleingänge sollen ertüchtigt und ebenfalls mit Toiletten versehen werden.
Ehrungen seitens der Stadt
Zunächst ehrte Strobel dann seitens der Stadt: Martin Kentischer leitet seit 1980 den Kirchenchor in Gremmelsbach, studierte in dieser Zeit zahllose Messen ein und meisterte viele Auftritte mit dem Chor.
Auch Rosa Maria Dieterle aus Gremmelsbach wurde mit Urkunde und Blumen geehrt – sie führte 35 Jahre lang Regie beim Theaterstück der „Bergradler“. Carmen und Josef Spath hatten das Schulmusical „Pink and cool“ mit den Schülern der Realschule eingeübt.
Vor 50 Jahren entstand das Schwarzwaldgymnasium Triberg – was 2025 mit einem großen Festakt begangen wurde. Stellvertretend wurde dafür Schulleiter Oliver Kiefer geehrt, der auch die Verdienste des Elternbeiratsvorsitzenden Johannes Maier hervorhob.
Klaus Nagel hat federführend die Heimatblätter des Heimat- und Gewerbevereins herausgebracht und ist zugleich seit vielen Jahren Ansprechpartner der Stadt für den „Schwendibund“. Und letztendlich durfte die „NGO“, die Narrengemeinschaft Oberstadt, eine Urkunde entgegennehmen – diese feierte im vergangenen Jahr 125 Jahre närrisches Jubiläum.
Ein langjähriger Vereinsvorsitzender wurde auf besondere Weise geehrt, mit der Landesehrennadel: Seit 20 Jahren ist Martin Hass Vorsitzender der Kleintierzüchter. Er übernimmt dabei zahlreiche Tätigkeiten – von der Organisation der Ausstellungen bis hin zur nahezu täglichen Pflege der Tiere im Vereinsheim.
Musikalisch bestens begleitet wurde der Empfang vom Musikverein Trachtenkapelle Nußbach unter Leitung von Simon Wiesenbach.