Die neue Vorstandschaft des DRK Ortsvereins Waldachtal mit Vertretern des Kreisverbandes: Annick Grassi (von links), Thomas Schwarz, Julia Wilhelm, Gisela Lobmiller, Samira Rühle, Jürgen Maser, Richard Stehle, Heinz Hornberger und Dieter Dettinger. Foto: Walter Maier

Das DRK ist ein Fulltime-Job für Ehrenamtliche. Über 500 Fördermitglieder unterstützen die Arbeit des DRK-Ortsvereins Waldachtal.

Eine fabelhafte Bilanz für das Jahr 2024 zog der DRK-Ortsverein Waldachtal bei seiner Hauptversammlung im Feuerwehrhaus. Rund 5300 Dienststunden wurden von den 27 Aktiven ehrenamtlich geleistet, mehr als im Jahr 2023.

 

Laut Bereitschaftsführer Thomas Schwarz waren die 15 „Helfer vor Ort“ bei 170 Einsätzen allein in der Gemeinde Waldachtal gefordert. Mit fünf Notfallsanitätern und zehn Rettungssanitätern ist Waldachtal gut aufgestellt.

Auf Aus- und Weiterbildung wird großer Wert gelegt. So erneuerten vier Aktive ihr Wissen beim Notfall-Symposium in Tübingen. David Kneißler hat seine Ausbildung zum Rettungssanitäter abgeschlossen. Sechs Mal wurde die Rettungshundestaffel und drei Mal die Psychosoziale Notfallversorgung in Anspruch genommen. Schwarz: „Inzwischen sind alle unsere Fahrzeuge auf Digitalfunk umgerüstet.“ 138 Spendewillige kamen vor zwei Jahren zur Blutspende-Aktion.

Einsätze bei zahlreichen Veranstaltungen

Täglich 13 Stunden und das neun Tage lang war das DRK beim großen Reitturnier 2024 in Salzstetten im Einsatz und ebenso bei Reitturnieren in Altensteig. Hervorzuheben sind die Dienste bei der örtlichen Fasnet, beim Ringtreffen in Horb und in Bad Cannstatt, wohin sich eine Freundschaft entwickelt hat.

„170 Einsätze allein in den fünf Ortsteilen von Waldachtal ist mehr als beeindruckend.“, meinte Vorsitzender Heinz Hornberger. Er lobte Bereitschaftsführer Thomas Schwarz für die Aus- und Fortbildung und die Organisation der vielen Dienste.

Finanzverwalter Richard Stehle zeigte eine positive Entwicklung der Finanzen im auf 514 Fördermitglieder angewachsenen DRK-Ortsverein auf. Dank der Spende von Klaus Fischer konnten drei AED-Geräte (automatisierte externe Defibrillatoren) für 7140 Euro angeschafft werden. Fast 4000 Euro investierte die Ortsgruppe in Dienstkleidung und an die 1000 Euro in zwei Notfallrucksäcke.

Die Zahl der Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren, so Jugendrotkreuzleiterin Julia Wilhelm, habe sich auf 15 Ende 2024 eingependelt. Die Einsatzstunden des Jugendrotkreuz-Leitungsteams steigerte sich auf 288, während die Kinder 540 Stunden im Dienst waren. Neben 13 Gruppenabenden, einer Schauübung und einer realistischen Notfall-Darstellung gab es zahlreiche Events für den Nachwuchs.

Vorsitzender Heinz Hornberger hofft angesichts der angespannten finanziellen Situation des Kreisverbandes auf eine gerechte Handhabung des Verteilungsschlüssels für die Ortsvereine. Hornberger dankte der früheren Kreisbereitschaftsleiterin Gisela Lobmiller für die gute Zusammenarbeit und begrüßte ihren Nachfolger Jürgen Maser. Der 77-jährige Waldachtaler DRK-Vorsitzende hob die herausragende Arbeit von Bereitschaftsleiter Thomas Schwarz und seines Teams hervor und dankte Bürgermeisterin Annick Grassi für ihre wertvolle Unterstützung als Vize-DRK-Vorsitzende.

Den Mitgliederstamm hat der Ortsverein verjüngt

Hocherfreut über die „sehr aktive Bereitschaft in Waldachtal, zeigte sich DRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dettinger. Bei 170 Einsätzen allein in Waldachtal seien die Aktiven hochgerechnet auf 365 Tage jeden zweiten Tag bei Erstmaßnahmen gefordert gewesen. Wichtig sei die Jugendarbeit wie beim Jugendrotkreuz. Glücklicherweise habe man den Mitgliederstamm in den letzten zehn Jahren verjüngen können.

Wahlen und Grußworte

Neuwahl auf drei Jahre:
Vorsitzender Heinz Hornberger, Vize-Vorsitzende Annick Grassi, Finanzverwalter Richard Stehle, Schriftführerin Samira Rühle. Bereitschaftsleiter für weitere drei Jahre ist Thomas Schwarz und Bereitschaftsarzt Michael Schmelzle. Jugendrotkreuz-Leiterin Julia Wilhelm wird von ihren drei Stellvertretern Bettina Wilhelm, Nico Schneider und Stella Riese unterstützt.

Waldachtals Vize-Feuerwehrkommandant Michael Krüger
hob die sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit dem DRK hervor. Im Dienst für den Nächsten seien in der Blaulicht-Familie das Vertrauen und die Menschlichkeit gegeben.

Gemeinde- und Ortschaftsrat Bernd Schittenhelm
aus Salzstetten würdigte namens der Ratsgremien die ehrenamtlichen Leistungen der DRK-Bereitschaft und des Jugendrotkreuzes: „Das ist ein Fulltime-Job für Jeden! Hut ab vor dem Team um Thomas Schwarz.“ Es könne nicht sein, dass Ortsvereine Ausrüstungsgegenstände aus eigenen Mitteln finanzieren müssten.

Unternehmer Florian Kronenbitter
(42) aus Salzstetten sprach für seine vier Kinder große Familie dem DRK Waldachtal für umfassende medizinische Hilfe und Unterstützung in einer extremen familiären Notfall- und Belastungssituation in bewegenden Worten großen Dank und Wertschätzung aus: „Ihr seid da, wenn es darauf ankommt und rettet Menschenleben!“

DRK-Vorsitzender Heinz Hornberger
verdeutlichte, dass Jeder von heute auf morgen in eine Notsituation kommen könne und appellierte, öfters an andere zu denken und für diese da zu sein.

Der nächste Blutspendetermin
in Waldachtal ist am 28. November 2025.