Am Tag des Ehrenamts haben die Stadt Haiterbach und das Mehrgenerationenhaus gemeinsam zur Aktion „Engagiert in Haiterbach“ eingeladen. Es sind neue Projekte in Planung.
„Das Ehrenamt leistet einen wichtigen und nicht wegzudenkenden Beitrag in unserer Stadtgesellschaft“, unterstrich Bürgermeisterin Kerstin Brenner zum Auftakt der Veranstaltung im Foyer des Haiterbacher Rathauses. Diesen Beitrag gelte es dauerhaft zu würdigen und Dank zu sagen.
Als Veranstaltungstag wurde bewusst der Internationale Tag des Ehrenamts gewählt, der seit fast 40 Jahren gefeiert werde. In Haiterbach finde in zahlreichen Vereinen, Kirchengemeinden und Gruppierungen sehr viel Ehrenamt statt. Für jeden Geschmack und jedes Alter sei etwas dabei.
Darüber hinaus gebe es seit dem Jahr 2008 in Haiterbach Engagementgruppen unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses. Von dem aktuellen Projekt „Haiterbach do it“ sollten dabei weitere Impulse ausgehen.
Auch die Stadtverwaltung selbst suche immer wieder Ehrenamtliche, die sich für die Stadt engagierten, sagt Brenner. Als Beispiel nannte sie die Geschwindigkeitsdisplays, die an verschiedenen Stellen im Verkehrsraum aufgehängt werden könnten. „Hierfür suchen wir Menschen, die sich verantwortlich darum kümmern.“
Bürgerbus geplant
Weiter wolle sie gerne zur Unterstützung der Mobilität älterer Menschen in Haiterbach wieder ein Bürgerbusangebot einrichten, informierte die Bürgermeisterin. „Das funktioniert nur, wenn wir genügend Menschen finden, die sich in ihrer Freizeit einen Einsatz als Fahrer vorstellen können.
Eberhard Fiedler, Vorsitzender des Kreisseniorenrats, informierte an diesem Abend aus seiner Wildberger Sicht über das dort von der Stadtverwaltung kürzlich in Betrieb genommene Bürgerauto. Die ersten Zahlen zeigten, dass es gut angenommen werde.
„In Sachen Ehrenamtskarte freue ich mich, dass Haiterbach bereits eine so genannte Akzeptanzstelle ist“, sagte Brenner. Bei Vorlage der Karte im Bürgerservice gebe es Gutscheine für vier Eintritte in das Hallenbad.
Ehrenamtskarte als Wertschätzung
Eberhard Carl vom Landratsamt Calw informierte beim Aktionsabend im Rathaus über das Angebot Ehrenamtskarte, von der 3430 Stück ausgegeben worden seien. Es handle sich dabei vor allem um ein Instrument der Wertschätzung.
Als Drehbühne in Sachen Ehrenamt bezeichnete Birgit Riedel, Projektleiterin des Mehrgenerationenhaus Haiterbach, diese Einrichtungen. 30 000 Menschen würden sich bundesweit in Mehrgenerationenhäusern engagieren. „Haiterbach hat ein kleines Haus, aber wir bewegen viel.“ Vor allem die Daseinsvorsorge sei wichtig.
An mehreren Infotischen und Ständen informierten ehrenamtlich Engagierte an diesem Abend über ihre Themen und Wirkungsbereiche. So auch Birgit Goedecke vom Stadtseniorenrat Nagold, die das Kliniknachsorgeprojekt „Beste Genesung zu Hause“ vorstellte.
MGH hat viele eigene Projekte
Damaris Rakoczy von Nagolder Hospizdienst gab ebenso einen kurzen Einblick wie Renate Zaiser-Woischiski vom Kreisjugendreferat in das Thema Lernbegleitung.
Eine Fülle von Projekten und Aktivitäten hat das Mehrgenerationenhaus selbst zu bieten, über die unter anderem Elisa Barth und Tabea Peters berichteten. Dazu gehören „Haiterbach – do it“, das Bürger einbindet, um die Stadt lebendig zu gestalten, gestartet mit „Friseurgesprächen“, „Peer2Peer“, ein Projekt zur Stärkung von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte, Sprachförderung, Beratungen und die „Digitale Begleitung“.