Mit Hochdruck wird daran gearbeitet, das Haus am Rammert in Rottenburg in ein Wohnheim umzufunktionieren.
Für die Umwidmung musste der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung noch außerplanmäßig Geld bereitstellen. Der Betriebsleiter der Wohnbau Rottenburg (WBR), Thomas Weigel, beantragte 625.000 Euro für Renovierungsmaßnahmen.
Die ersten Vergaben für den Umbau des ehemaligen Pflegeheims sind bereits getätigt. Das war möglich, weil der Betriebsleiter Aufträge in Höhe von bis zu 150.000 Euro selber vergeben darf, sofern das Geld im Wirtschaftsplan veranschlagt ist. Insgesamt kommt das Projekt auf 822.000 Euro (ohne Honorare). Die 39 Zimmer des Hauses sollen an Studenten und Auszubildende vermietet werden. Mit den Arbeiten sei schon begonnen worden, teilte Weigel mit. Die Zimmer haben Größen von 25 (mit Bad) und 17 Quadratmetern. Eile ist deswegen geboten, weil die Stadt Einnahmen haben möchte. Zudem ist die Nachfrage groß. Erwartet werden Mieteinnahmen von 200.000 Euro pro Jahr.
Zuerst sollen zwei „Vorzeigezimmer“ fertig werden
Der straffe Zeitplan sieht vor, dass Ende Juli zwei „Vorzeigezimmer“ fertig sind und im September die Hälfte der Zimmer bezogen werden kann. Bis Weihnachten soll dann der Rest fertiggestellt sein und vermietet werden können.
Der Gemeinderat stimmte der außerplanmäßigen Bewilligung von 625.000 Euro für die Umwidmung eines Pflegeheims in ein Wohnheim bei vier Enthaltungen zu. Zur Abdeckung sollen Mittel herangezogen werden, die 2025 für das Jeckel-Areal wegen der Baustellenverzögerungen durch die Archäologie nicht benötigt werden. Diese müssten jedoch im kommenden Jahr wieder zur Verfügung gestellt werden.