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Ehemaliger Güterbahnhof Erster Verkauf im Neckarpark steht an

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Die Neubauten entlang der Mercedes- und Daimlerstraße sollen die Wohnungen dahinter ermöglichen. Legende: 1 - Doblinger, 2 - Sportklinik, 3 - Hotel, 4 - "Car-Hotel" Foto: Stadtmessungsamt Stuttgart/ StN-Bearbeitung: Lange

Stuttgart - Am kommenden Donnerstag soll der Stuttgarter Gemeinderat mit einem größeren Grundstücksverkauf im Neckarpark den Startschuss zur Umwandlung des früheren Güterbahnhofs geben. Zwischen der Bahnlinie nach Plochingen, Mercedes- und der noch zu verlegenden Benzstraße sollen 65.000 Quadratmeter Gewerbefläche bebaut werden und an die 400 Wohnungen entstehen. Deren genaue Zahl ist im Gemeinderat nach wie vor strittig. CDU, Freie Wähler und FDP haben die Möglichkeit, nahe dem Wasen und der Mercedes-Arena Wohnhäuser zu bauen, vor wenigen Monaten wegen der Lärmbelastung abschlägig beschieden. Diese drei Fraktionen haben im Gemeinderat aber keine Mehrheit.

Ein Riegel aus Hotels und Büros soll die Wohnhäuser zum Wasen hin abschirmen. Der erste Investor, der hier baut, könnte die Dibag Industriebau AG sein. Das Münchener Unternehmen ist in Stuttgart ein guter Bekannter, seit OB Wolfgang Schuster Alfons Doblinger etwa im Jahr 2000 für Stuttgart begeistern konnte. Die Revitalisierung von alten Industrie- und Gewerbeflächen ist seitdem auch hier Doblingers Thema.

Im Neckarpark geht es für die Dibag um zwei Baufelder mit 3374 und 13.172 Quadratmeter. Gekauft wird zunächst nur ein Teil an der Ecke Mercedes- und Daimlerstraße, an den in das Gebiet hinein ein Quartierspark anschließen soll. Für den Rest sichert sich das Unternehmen eine Kaufoption. ­Doblinger würde mit Kauf und Bebauung „den Startschuss für die Gewerbe- und Riegelbebauung geben“, zeigt sich die städtische Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht auf Anfrage über die Entwicklung erfreut. Zunächst aber müsse der Gemeinderat den Weg frei geben. Nach dem Absprung eines Hotel-Investors, der an der Mercedesstraße auf 9173 Quadratmetern einen Hotelpark aus zunächst zwei bis drei Häusern ansiedeln wollte, ist Aufrecht mit einer Berliner Firma im Gespräch.

Ein Car-Hotel ist geplant

Sie bestätigt damit Informationen des städtischen Stadtplaners Heinz Sonntag im Bezirksbeirat Bad Cannstatt. In Berlin, New York und Karlsruhe (im Bau) hat der Architekt Manfred Dick Car-Lofts gebaut. Dabei parkt das Auto nicht in der Tiefgarage, sondern in den oberen Stockwerken repräsentativ vor der Wohnung.

Dick plant ein Car-Hotel auf rund 8000 Quadratmetern an der Ecke Mercedes- und Benzstraße und ist dabei offenbar in Gesprächen mit dem gleichnamigen Autobauer. „Wir haben eine klare Strategie für dieses Projekt und wollen uns erst äußern, wenn die Tinte trocken ist“, wehrte Dick am Donnerstag Anfragen ab. Er werde sich an die Spielregeln der Stadt halten. Die setzen auch für zum Beispiel ein Hotel mit Auto-Ausstellungsraum exakte Regeln was zum Beispiel Wärmeschutz, Begrünung und Freiflächengestaltung anlangt.

Für alle Projekte im Neckarpark muss vom Gemeinderat noch ein Bebauungsplan genehmigt werden. „Wir brauchen den schützenden Riegel für die Wohnhäuser und würden gern bald einen Bebauungsplan machen“, sagt Heinz Sonntag. Auch für die Hotelgrundstücke oder die Sportklinik, deren Umzug aus Bad Cannstatt in den Neckarpark diskutiert wird, wäre das möglich. Auch für den Pharma-Großhändler Celesio AG, der sich an anderer Stelle in Stuttgart mit Abwanderungsgedanken trägt, „könnte eine Fläche zur Verfügung gestellt werden“, sagt der Stadtplaner. Die Grünen im Gemeinderat fordern, dies zu prüfen. „Wir brauchen jetzt eine Vermarktungsstrategie für das Gelände“, sagt Sonntag.

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