Die Leidenschaft von Josef und Beate Karin Mendler aus Onstmettingen sind Reisen. Sechs Kontinente haben sie bereits besucht. Am 19. Dezember feiern sie ihre Goldene Hochzeit.
„Obwohl wir gegensätzlich sind, haben wir in unserer Ehe alles gemeinsam gemeistert, vielleicht auch deshalb, da wir gleiche Interessen haben“, erzählen Josef und Beate Karin Mendler. Das Ehepaar feiert am heutigen Freitag, 19. Dezember, Goldene Hochzeit.
Die Ehefrau wurde am 1. Mai 1954 mit dem Mädchennamen Lebherz in Onstmettingen geboren, wuchs mit einer Schwester auf. Sie machte bei Gonso eine Ausbildung zur Industriekauffrau, arbeitete später in der elterlichen Strickerei, bis zur Rente noch 20 Jahre bei Daiber in Tailfingen.
Josef Mendler erblickte am 3. August 1954 im ehemaligen Jugoslawien das Licht der Welt, hatte acht Geschwister. 1955 wanderte die Familie aus, kam nach Onstmettingen. Er machte eine Strickerlehre bei Christian Alber KG, arbeitete nach der Bundeswehr in der Strickerei seiner Schwiegereltern, machte sich 1991 selbstständig. Es folgten noch 20 Jahre als Kassier bei der Onstmettinger Bank.
Josef Mendler überlebt Unfall mit Panzer
Kennengelernt haben sich Josef Mendler und Beate Karin Lebherz am 22. Dezember 1971 im Onstmettinger Club Kate, damals als „Kuhstall“ bekannt. Beide waren mit Freunden dort, es habe, erinnern sich beide, gleich gefunkt. Die geplante Hochzeit geriet ins Wanken, da Josef Mendler in Bayern in seinem Auto von einem Panzer überrollt worden ist. „Wenn man so viel Glück und überlebt hat, dann heiraten wir gleich“, erzählen sie. 1978 wurde Sohn Kevin geboren, vier Jahre später das Eigenheim auf dem Hohberg bezogen.
Durch ihre Selbstständigkeit arbeitete das Ehepaar viel, gönnte sich mit der Familie im Sommer Urlaube am Meer, frönten als leidenschaftliche Skifahrer im Winter ihrem Hobby. Bei den Reisen im Wohnmobil war Enkelin Larissa stets dabei, ebenso auf Fernreisen nach Amerika und in die Karibik.
Einschneidendes Erlebnis durch Corona-Ausbruch
Ein einschneidendes Erlebnis erfuhr das Ehepaar 2020. Fünf Tage nach ihrem Renteneintritt ging es fünf Wochen nach Australien, anschließend wollten sie vier Monate auf einem Schiff verbringen. Nach der Hälfte hätten alle geplanten Inseln der Reise wegen Corona dicht gemacht.
Mit Glück, so die Ehefrau, seien sie überhaupt heimgekommen. 2024 holten sie die fehlenden zwei Reisemonate nach, von Kanada aus ging es in die Südsee. Sechs Kontinente der Erde haben sie bereits bereist. „Obwohl wir beide im Nebenjob noch arbeiten, sind wir voller Reisepläne“, lacht Beate Karin Mendler, deren Hobby Häkeln und Stricken ist. Der Ehemann, der mit seinen Brüdern lange beim FCO die Kickstiefel schnürte, stellt das gute Verhältnis zu seinen Geschwistern heraus. Voller Vorfreude ist das Jubelpaar, sie werden im nächsten Jahr Großeltern.