Nach vier vergeblichen Anläufen hat es endlich geklappt: Für den Neubau des Wasserhochbehälters „Chausseehaus“ erhält die Gemeinde Egenhausen einen Zuschuss von 687 000 Euro. Umgerechnet sind das 80 Prozent der Investitionskosten.
Die erfreuliche Nachricht brachte Bürgermeister Sven Holder in die jüngste Gemeinderatssitzung mit. Die Maßnahme muss, laut Zuwendungsbescheid, bis spätestens April 2025 vergeben und ein Jahr später abgerechnet sein.
„Ohne staatliche Fördermittel hätten wir das nicht stemmen können“, erklärte Holder und erinnerte an Untersuchungen, ob es nicht wirtschaftlicher sei, die beiden bestehenden, 130 Jahre alten Hochbehälter zu sanieren und eine zweite Wasserkammer anzubauen.
Dabei habe sich herausgestellt, dass ein Anbau technisch nicht möglich sei. Daraufhin habe man Anschlüsse an die Ortsnetze Oberschwandorf, Walddorf oder Beihingen durch Verlegen von Verbindungsleitungen geprüft. Der Neubau eigener Hochbehälter komme billiger.
Außerdem sei nicht sichergestellt, dass die Kapazitäten der Schwarzwaldwasserversorgung für die Gemeinde Egenhausen ausreichen. Die Wasserzufuhr durch die Altensteiger Stadtwerke und der Neubau eigener Wasserhochbehälter seien die wirtschaftlichste und zukunftssichere Lösung.
Bürgermeister Holder hofft auf nächsten Zuschuss
Im Haushaltsplan 2025 habe man einen Teilbetrag eingestellt. Und was ist mit der Notstromversorgung? Die müsste über einen von der Gemeinde zu zahlenden Anhänger erfolgen, erhielt Gemeinderat Ingo Waßilowski zur Antwort. Eine ausreichende und sichere Wasserversorgung ist für Hans Kern eine zentrale Aufgabe der Kommune. Der Rathauschef hofft, dass auch für den Wasserhochbehälter „Kapf“ ein staatlicher Zuschuss gewährt wird.