Kosten von fast 860.000 Euro wurden für den Neubau des Wasserhochbehälters Chausee errechnet. Bisher sind die Angebote aber günstiger als der Kostenvoranschlag. Foto: Manfred Köncke

Egenhausens Gemeinderat hat Arbeiten für den Neubau des Hochbehälters Chausee vergeben. Alle Angebote lagen unter dem Kostenvoranschlag.

Beim Neubau des Wasserhochbehälters Chaussee hat der Gemeinderat Egenhausen in der jüngsten Sitzung die erforderlichen Arbeiten vergeben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 858.692 Euro. Die Maßnahme wird zu 80 Prozent bezuschusst.

 

Für die Lieferung und Montage des Trinkwasserbehälters wurden fünf Firmen zur Abgabe eines Angebots aufgefordert – beim Submissionstermin lagen zwei vor. Den Zuschlag erhielt die Firma Frank aus Mörfelden zum Preis von 295.502 Euro. Die Kostenberechnung des Ingenieurbüros Eppler lag bei 361.595 Euro

Die Tief- und Rohbauarbeiten erledigt die Bauunternehmung Rau aus Ebhausen für 203.715 Euro. Dass sich von 13 angeschriebenen Firmen nur zwei meldeten, hat Gemeinderat Florian David gewundert und „irritiert“. Wegen der angespannten Lage auf dem Bausektor habe er mit einer stärkeren Resonanz gerechnet.

Der Angebotspreis lag auch diesmal deutlich unter der Kostenberechnung des Ingenieurbüros mit 353.417 Euro.

Schlechte Substanz erfordert Maßnahmen

Für die Erstellung einer provisorischen Druckerhöhungsanlage wurden neun Firmen angefragt– eingegangen ist nur die Offerte der W&A Technologie aus Ravensburg. Verlangt werden 21.950 Euro. Auch hier hatte das Ingenieurbüro Eppler 35.815 Euro errechnet. Bei einem solch günstigen Angebot bestand für Bürgermeister Sven Holder kein Grund, die Ausschreibung wegen der geringen Beteiligung aufzuheben.

Der Hochbehälter Chaussee versorgt das Ortsnetz Egenhausen mit Frischwasser. Er stammt aus dem Jahr 1890 und ist wegen der schlechten Bausubstanz dringend und stark sanierungsbedürftig. Außerdem entspricht er, sagen Fachleute, nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Um dies zu gewährleisten, sei eine zweite Wasserkammer erforderlich.

Man habe, laut Bürgermeister Sven Holder, mehrere Möglichkeiten in Erwägung gezogen und sich mit Zustimmung des Gemeinderats letztlich für einen Neubau entschieden. Die Elektroarbeiten werde man noch beschränkt ausschreiben.