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Egenhausen Von den Corona-Schließungen wurden sie allesamt überrascht

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Kindergartenleiterin Bettina Wenz (von links), Grundschulrektor Andreas Schrade und Krippenleiterin Sandra Wurster informierten den Gemeinderat Egenhausen über die öffentlichen Einrichtungen in Zeiten von Corona. Mit auf dem Bild (Zweite von rechts) Susanne Dengler von den Waldstrolchen.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Egenhausen. Die Kinderkrippe vergibt Plätze nur an ortsansässige Familien, der Kindergarten bietet eine Notbetreuung an und die Grundschule ist digital gut aufgestellt. Die Leiter der drei öffentlichen Einrichtungen haben im Gemeinderat Egenhausen über Veränderungen und Erkenntnisse in Zeiten von Corona informiert.

Unabhängig von der neuen Entwicklung ist es in Egenhausen Tradition, dass jedes Jahr im Frühjahr darüber berichtet wird, was sich bei den Wunderkindern, im Spatzennest, bei den Waldstrolchen und der Grundschule in den zurückliegenden Wochen und Monaten getan hat und welche Abläufe und Planungen durch die Epidemie beeinflusst wurden.

Zuerst meldete sich die Leiterin der Kinderkrippe, Sandra Wurster zu Wort. Die angeordnete Schließung am 17. März habe nicht nur sie "mit voller Wucht getroffen". Die erste Zeit ohne Kinder habe man dazu genutzt, Überstunden und Resturlaub abzubauen, den ursprünglich im Sommer geplanten Großputz vorzuziehen, Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen, den Fußboden im gesamten Gebäude zu erneuern und die Spielothek mit weiteren 20 Materialien zu bestücken. Möglich sei das gewesen, weil der Hausanbieter Town&Country der Kinderkrippe 1000 Euro stiftete. Hocherfreut sei man auch über 3250 Euro vom Autobauer Daimler; mit dem Geld werde man eine Gartenschutzhütte bauen und die Terrasse zum abfallenden Gelände sichern.

Personell habe sich in der Krippe etwas geändert. Karin Kern und Beate Henssler seien auf eigenem Wunsch nach vielen Jahren der Zugehörigkeit ausgeschieden, die entstandene Lücke habe man mit Sabine Alber als Fachkraft in der betreuten Spielgruppe und einer jungen Mitarbeiterin, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert schließen können. Außerdem halte sich Sandra Theobald als Krankheitsvertretung bereit. Aktuell sei die Krippe mit zwölf Kindern in der Ganztagesgruppe und zehn in der betreuten Spielgruppe belegt.

Wegen Corona habe man am 29. April eine Notbetreuung mit fünf Jungen und Mädchen unter drei Jahren organisiert und am 19. Mai einen eingeschränkten Regelbetrieb mit zwei Gruppen gestartet. Nach 14 Abgängen im Verlauf dieses Jahres sind nach Angaben von Sandra Wurster zwölf Neuaufnahmen geplant von Kindern ortsansässiger Familien.

Dass das Spatzennest "praktisch über Nacht" geschlossen werden musste, habe überrascht, gibt auch Kindergartenleiterin Bettina Wenz zu. In den letzten Wochen habe man vom Keller bis zum Dachboden alles aufgeräumt und den Großputz vorgezogen, beim Bauhof mitgeholfen, das Baumhaus der Waldgruppe gestrichen "und einige Kolleginnen sind unbezahlt in Urlaub gegangen". Den Kontakt zu den Eltern und Kindern habe man durch Telefonate, E-Mails, Bastel- und Beschäftigungsanregungen gehalten, Ostergeschenke ausgefahren, Muttertagsbastelpakete abgegeben und anderes mehr. Das Kindergartenjahr 2019/2020 wurde mit 72 Jungen und Mädchen gestartet. Aktuell werden nach Angaben der Leiterin 16 Kinder in zwei Gruppen notbetreut, die Zahl werde in nächster Zeit auf 22 anwachsen.

Kritik an kurzfristigen Änderungen

Leise Kritik äußerte Bettina Wenz an der auch von der Gemeindeverwaltung Egenhausen beklagten, kurzfristigen Mitteilung von Änderungen der Corona-Verordnung. "Wir bekommen sie am Samstagabend mitgeteilt und am Montag sollte sie schon umgesetzt sein."

Personell hat es im Spatzennest Veränderungen gegeben. Neu dazugekommen sind die Anerkennungspraktikantinnen Miriam Kalmbach und Kathrin Waidelich sowie Lisa Wenz in der Kindergartengruppe zwei – als Nachfolgerin von Nadine Spittler, die im Oktober 2019 Mutter geworden ist. "Und Alina Schauer verstärkt unser Team als Integrationskraft."

Wegen der vorangegangenen Entwicklung eines Medienplans sei die Grundschule Egenhausen auf die veränderten Unterrichtsbedingungen gut vorbereitet gewesen, erklärte Rektor Andreas Schrade. Für ihn und die anderen Lehrer sei Corona deshalb keine Krise, sondern eine "große Herausforderung" gewesen. Bereits zwei Tage nach der Schulschließung am 17. März, habe er mit dem Kollegium eine Videokonferenz abgehalten. Stolz sei er, dass bei der Umstellung "alle mitgemacht haben". Man habe Lernvideos gedreht und Schülern auf Endgeräten zur Verfügung gestellt und über eine Online-Plattform wöchentlich fünf bis acht Stunden Unterricht erteilt. Die Pandemie habe gezeigt, wie man die digitale Technik sinnvoll nutzen könne. So sehr er sich darüber freue, sei ein virtueller Unterricht etwas anderes, als die persönliche Anwesenheit. Deshalb sei er froh, dass die Viertklässler wieder in der Grundschule unterrichtet werden. Gegenwärtig besuchen sie insgesamt 105 Jungen und Mädchen. Unterrichtet werden sie von elf Lehrkräften – drei mit vollem Deputat – in sechs Klassen, davon drei jahrgangsgemischt. 25 Viertklässler gehen mit Beginn der Sommerferien ab, 14 Erstklässler kommen im September neu dazu.

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