Sagt "Tschüss" zu Oberreichenbach und "Hallo" zu Egenhausen: Kämmerer Daniel Merkle.Foto: Gemeinde Oberreichenbach Foto: Schwarzwälder Bote

Personalie: Daniel Merkle wechselt nach Egenhausen

Die Gemeinde Egenhausen bekommt einen neuen Kämmerer. Daniel Merkle wechselt von Oberreichenbach nach Egenhausen. Bürgermeister Sven Holder freut sich natürlich über den neuen Mann.

Egenhausen/Oberreichenbach. Egenhausens Bürgermeister Sven Holder ist ein wahrer Transfercoup gelungen – und das auf der wichtigen Position des Kämmerers. Holder konnte nämlich den Oberreichenbacher Zahlen-Chef Daniel Merkle zu sich ins Rathaus lotsen.

Die Stelle in Egenhausen war in den vergangenen vier Jahren nahezu verwaist. Auch wenn das der Egenhäuser Schultes nicht so ganz unterschreibt: "Die Kämmerin ist seitdem in Elternzeit und nicht mit 100 Prozent tätig." Auf eine befristete Ausschreibung der Stelle von Stefanie Brendel gab es wenig bis keinen Rücklauf – deshalb hat man bereits Ende 2020 eine unbefristete Vollzeitstelle ausgeschrieben. Und prompt mit dem Bewerber Merkle aus Oberreichenbach einen Treffer gelandet.

"Wir sind froh, dass wir jetzt einen haben", ist Holder hellauf begeistert von seinem neuen Mitarbeiter, der eine "Top-Kraft" sei, wie der Verwaltungschef erklärt. Der 51-jährige Merkle war nunmehr 27 Jahre bei der Gemeinde Oberreichenbach, leitete dort seit 1993 das Bauamt, ehe er im Jahr 2012 zum Kämmerer befördert wurde. Seitdem leitet er die Rechenabteilung in Oberreichenbach. Zu Beginn seiner Laufbahn absolvierte er eine zweijährige Ausbildung bei der Stadt Herrenberg, ehe er für weitere zwei Jahre an der Fachhochschule Ludwigsburg die Schulbank drückte.

Vor der Umstellung zur Doppik, dem neuen kommunalen Haushaltsrecht, absolvierte Merkle noch ein halbjähriges Kontaktstudium zur Vorbereitung. Zur Umstellung selbst meint er: "Da bin ich ganz unbedarft rangegangen." Dieses geballte Fachwissen und die Unerschrockenheit vor großen Aufgaben, wird der zweifache Familienvater nun auch brauchen, denn in Egenhausen steht zunächst die Erstellung eines Haushaltsplans auf der Agenda.

Viele Projekte stehen in Egenhausen in diesem Jahr an

Die Kommune hat nämlich im laufenden Jahr viel vor: Abbruch und Neunutzung einer Gewerbebrache, Sanierungsmaßnahmen im Tiefbau sowie das umfangreiche Sanierungsgebiet in Egenhausen, gibt Holder als Stichworte. Im letzteren Prozess wird auch Merkle intensiv eingebunden sein, heißt es aus dem Egenhäuser Rathaus weiter.

Der scheidende Oberreichenbacher Kämmerer freut sich schon auf seine neue Aufgabe und erklärt zu den Gründen seines Wechsels: "Man überlegt sich mit der Zeit schon, ob man das noch bis zum Ende machen will oder noch etwas anderes probiert", so Merkle. Schlussendlich sei er für sich zu der Entscheidung gekommen, eine neue Herausforderung in Egenhausen zu suchen. Die tritt er nun zum 1. März an – bis dahin will er aber an seiner alten Wirkungsstätte noch alles sauber abschließen, wie er beteuert.

Oberreichenbachs Schultes trauert Merkle durchaus nach

Was des einen Freud, ist des anderen Leid. So auch in diesem Fall: Denn Oberreichenbachs Bürgermeister Karlheinz Kistner muss sich nun unfreiwillig auf die Suche nach einem neuen Kämmerer machen – wahrlich kein leichtes Unterfangen. "Aber wir sind guter Hoffnung", meint Kistner, der schon mehrere Stellenanzeigen lanciert hat, um den vakanten Posten alsbald wieder zu besetzen. Seinen Kollegen Holder könne er nur beglückwünschen, denn in Oberreichenbach sei Merkle stets "ein genialer Kämmerer" gewesen. Damals, 2012, das sei eine seiner besten Entscheidungen gewesen, blickt Kistner auf den Tag zurück, an dem er Merkle vom Bauamt in die Kämmerei umsiedelte.

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