Der Vorstand der Natur-und-Vogelfreunde-Efringen-Kirchen (von links): Britta Lüchtenborg (Kassenprüferin), Daniel Wirtz (Beisitzer), Simon Hesse (stellvertretender Vorsitzender), Daniel Gebhard (Schriftführer), Aino Hakkala (1. Rechnerin), Christian Vollmert (Vorsitzender), Adrian Meier (Materialverwalter), Jeremie Tudoux (Beisitzer). Foto: Jutta Schütz

Großprojekt Renaturierung: Zwischen B 3 und der Bahnlinie tut sich etwas auf dem großen, einstigen Wiesen- und Feldgrundstück südlich von Efringen-Kirchen. Die Arbeiten sollen in diesem Jahr weitergeführt werden.

Die Natur- und Vogelfreunde waren 2024 weiter eifrig dabei, diese große Fläche naturnah und damit abwechslungsreich zu gestalten. In der Mitgliederversammlung der Natur- und Vogelfreunde in der Alten Schule konnten die Zuhörer erfahren, wie häufig und teils „unter dem Radar der Öffentlichkeit“, wie sich Bürgermeisterin Carolin Holzmüller bedankte, die Gemeinde in Sachen Naturschutz, Wanderwege, Bachpflege attraktiver machen.

 

Für die Umsetzung verschiedener Projekte auf dem „Bahngrundstück“ bekam der Verein Fördergelder. Schriftführer Daniel Gebhard, kurzfristig vom Verein zum „Mann des Jahres“ ernannt, hatte erfolgreich Zuschüsse für den Verein beantragt.

Mittel gab es daher bei der Initiative des Landes Baden-Württemberg „Kickstart Klima“ und für die ausgesuchten Projektfelder „Erweiterung Streuobstwiese mit Wildsträucherhecke, Eidechsenriegel und Entwicklung einer Magerwiese“ sowie bei „Impulse für Vielfalt“ für die Schaffung eines Habitats für Eidechsen, Kreuzkröte und Geburtshelferkröte. Für den mittlerweile altersschwachen Traktor ging der Verein auf Suche nach einem guten gebrauchten Modell und wurde in Elzach fündig.

Am 15. März fand bereits eine Müllsammelaktion statt. Bänke in der Gemeinde werden demnächst auf Vordermann gebracht, die Neophytenbekämpfung entlang der Bäche wird im Sommer durchgeführt. Am 19. Juli ist ein Ausflug zum Wasserkraftwerk nach Lauchringen geplant. In Planung ist zudem ein Sensenkurs, der auf dem Bahngrundstück stattfinden soll. Mit einer weiteren Müllsammelaktion, bei der sich Kinder beteiligen können, wollen die Aktiven im Ferienprogramm werben – im vergangenen Jahr machten 25 Kinder mit. Die Pflege der Jungpflanzen steht an, ebenso die Teilnahme am Winzerfest und die Teilnahme am Weihnachtsmarkt. Im Winter werden die Bachufer durchgepflegt und die Nistkästen kontrolliert.

562 Arbeitsstunden hatte Daniel Gebhard für allgemeine Pflegearbeiten notiert. 400 klimaresistente Wildsträucher wurden gepflanzt, dazu Streuobstbäume und als Exoten zwei Maulbeerbäume, die es früher in der Region häufiger gab. Insgesamt wurden an Fördergeldern für die genannten Projekte rund 9000 Euro bewilligt.

Als Laichgewässer für Kröten wurde auf dem früher von der Bahn genutzten Grundstück zwei Wannen für 1000 und 2000 Liter Wasser Fassungsvermögen eingebaut. Elf Einsätze gab es auf dem Grundstück. Acht Helfer brachten dort 260 Helferstunden ein. Noch einmal 400 Stunden fielen für die Nistkastenpflege an.

Der Vorsitzende Christian Vollmert freute sich sehr darüber, dass im vergangenen Jahr mehrere neue Mitglieder zum Verein stießen. Einige von ihnen sind auch aktiv, teilweise bringen sie sich bei der Nistkastenreinigung, bei Marketingauftritten und mit Instagrambeiträgen ein.

Nistkastenbelegung: Adrian Meier wies darauf hin, dass die Nistkastenbelegung seit 2012, wo sie noch bei 73 Prozent lag, auf nun 59 Prozent abgenommen hat. Die Ursachen konnte er nicht abschließend erklären, es könne aber auf jeden Fall mit dem nassen Frühjahr 2024 zusammenhängen. „Und damit, dass wir leider nicht alle Kästen kontrollieren konnten“, bekannte Adrian Meier. In den Nistkästen dominieren Kohlmeisen, vor Blaumeisen und Kleibern.

Wahlen: Einige der Ämter im Vorstand des Vereins standen zur Wahl an. Gewählt wurden Simon Hesse (stellv.ertretender Vorsitzender), Daniel Gebhard (Schriftführer), Manuel Stächelin (stellvertretender Rechner), Gerhard Schneider (Naturwart), Adrian Meier (Materialwart), Daniel Wirtz und Jeremie Tadoux (beide Beisitzer).