Nach dem Fassanstich hieß es „Prost!“ beim Jubiläum. Foto: Sabine Stadler

Beim großen Fest zum Jubiläum gab es am Samstag neben Freibier auch einen Streifzug durch die Historie des Teilorts von Pfalzgrafenweiler und einen Auftritt des eigens für die Feier ins Leben gerufene „Edelfelder Chörle“.

Die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Bestehen von Edelweiler starteten am Samstagnachmittag mit einem Festakt im großen Zelt beim Heimatmuseum.

 

Für Doris Sannert war die Begrüßung der zahlreichen Festgäste sowie die Moderation durch den offiziellen Auftakt der Jubiläumsfeier ein glanzvoller Höhepunkt zum Ausklang ihrer Amtszeit als Ortsvorsteherin von Edelweiler. Gemeinsam mit dem aus Ortschaftsrat, Feuerwehrabteilung, Heimatverein und Kirchengemeinde gebildeten Festausschuss war in monatelanger Vorbereitungszeit das zweitägige Fest zum Ortsjubiläum von Edelweiler organisiert worden.

Einen Streifzug durch die Historie von Edelweiler, einst „Edelweyler“ oder auch heute noch „Edelfeld“ genannt, bot die schauspielerische Aufarbeitung der Siedlungsgeschichte seitens der theatererfahrenen „Edelfelder“ Günter Raisch und Heiko Hummel. Sie ließen die Ortsgeschichte, die Entwicklung seit 1724 samt dem rasanten Wachstum von anfangs sechs Häusern, Revue passieren, verdeutlichten wo in Edelweiler „vorna“ und „henna“ ist und was es mit dem Spottnamen „Hirschkappa“ auf sich hat.

Mut und Tatkraft

Bürgermeister Dieter Bischoff dankte in seinem Grußwort dem Helferteam für sein Engagement. Er thematisierte den Mut und die Tatkraft der früheren Edelfelder, die Höhen und Tiefen des Teilorts von Pfalzgrafenweiler, Eingemeindung, Aufgabe der Schule und mehr. „Edelweiler ist ein attraktiver Wohnort für Einheimische und Zugezogene“, so Bischoff, der mutig in die Zukunft blicken könne.

In Vertretung von Landrat Klaus Michael Rückert überbrachte der Baiersbronner Bürgermeister und frühere Kämmerer von Pfalzgrafenweiler, Michael Ruf, Grußworte des Landkreises. Ortsteile mit eigener Identität machen eine Gemeinde aus, hier wird Verbundenheit gelebt und gemeinsam gefeiert, so seine Worte. Er rief die zahlreichen Festgäste auf, es anlässlich des Ortsjubiläums „krachen zu lassen“.

Das „Edelfelder Chörle“ sang mit den Festgästen „s’Edelweiler Liad“. Foto: Sabine Stadler

Das eigens für die Jubiläumsfeier ins Leben gerufene „Edelfelder Chörle“ sang gemeinsam mit den Festgästen „s’Edelfelder Liad“, begleitet von Hanna Morath auf der Gitarre.

Der Gesamtkommandant der Feuerwehr Pfalzgrafenweiler Hartmut Kalmbach, ein Edelfelder Eigengewächs, rief nach ein paar Erlebnissen aus früheren Zeiten den Nachwuchs zum Mitwirken in der örtlichen Feuerwehrabteilung auf, einem wichtigen Puzzlestück der Gesamtfeuerwehr.

Ein humorvoller „Disput“

Daniel Wolber, Bürgermeister der Nachbargemeinde Grömbach, fuhr anlässlich der Jubiläumsfeier „ins Edelfeld“ und brachte in seinen Grußworten eine Anekdote zu Edelweiler in erhabener Sprache der damaligen Zeit mit. Unter den Rednern entwickelte sich während der Grußworte ein humorvoller „Disput“ rund um Edelweiler und der Frage: Ist es der schönste oder zweitschönste Ort im Landkreis?

Christian Günther, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Pfalzgrafenweiler, leitete mit einem Witz sein anschließendes Segensgebet ein und überreichte es in gedruckter Form an die scheidende Ortsvorsteherin Doris Sannert. Gemeinsam mit ihrem frisch gewählten Nachfolger Hanspeter Beck, der ab Ende Juli die Amtsgeschäfte übernimmt, präsentierte sich der gesamte Festausschuss in eigens bedruckten grünen Jubiläumsshirts auf der Bühne.

Günter Raisch (links) und Heiko Hummel beleuchteten schauspielerisch die Historie von „Edelfeld“. Foto: Sabine Stadler

Anschließend schwang Doris Sannert im Beisein von Hartmut Haller von der Brauerei Alpirsbacher den Holzhammer zum Fassbieranstich. „Azapt isch“, so die Worte, mit denen unter den Festgästen Freibier verteilt wurde. Im weiteren Verlauf der Feier zum 300-jährigen Ortsjubiläum sorgten die „Schwarzwald Buam“ im Festzelt mit Barbetrieb für beste Stimmung bis tief in die Nacht.