Ulrike Klie hat in vergleichsweise kurzer Zeit das meisterhafte Spielen auf der Rensch-Orgel gelernt. Foto: Wilfried Groh

Organistin Ulrike Klie begeisterte das Publikum der jüngsten Ebinger Marktmusik.

Ein Programm mit Werken aus vier Jahrhunderten hat Ulrike Klie in der Martinskirche bestritten und dabei in eindrucksvoller Manier auf der Rensch-Orgel demonstriert, was sie bei ihrem Orgellehrer, Martinskantor Steffen Mark Schwarz, im Lauf von nur zweieinhalb Jahren gelernt hat – sie übt täglich, oft mehrere Stunden, und ist mit ihrer Familie inzwischen Teil der evangelischen Kirchengemeinde Ebingen, wenngleich diese in Stetten am kalten Markt lebt.

 

Den Anfang machte das „Präludium in e“ von Dietrich Buxtehude; Klie eröffnete es schwung- und klangvoll, um es sodann mit einer aparten Zungenregistrierung fugenartig fort- und zu einem sanften, meditativen Zwischenteil hinzuführen. Den Schlusspunkt setzte ein machtvolles Fugato.

Ein Klangteppich aus Flötentönen

Es folgte, als Kontrast, ein zeitgenössisches Werk, die „VI. Wandlung“ aus den „Neun liturgischen Cutscenes“ von Mathias Rehfeldt. Über einem Klangteppich aus Flötentönen erhob sich eine melodiöse Solostimme; eine moderne Klangwelt verband sich mit uralter Gregorianik. Voll mitreißenden Schwungs spielte Klie sodann das „Gloria in excelsis“ aus dem Opus 59 von Max Reger. Dem vollen Orgelklang des romantischen Auftakts folgten zarte, meditative Streicherpassagen, ein kräftig grundiertes Fugato, silbriger Wohlklang und ein eindrucksvoller Schluss. Mit drei Bachschen Bearbeitungen des Chorals „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ ging die Marktmusik zu Ende. In der ersten Bearbeitung des Stücks übernahm zu zarter Begleitung eine kunstvoll ausgezierte Solostimme die Melodie; in der zweiten erklang diese gut hörbar im Sopran, eingehüllt in ein schönes Tongewebe, und in der dritten, ebenfalls im Sopran, mit Klangfülle und Eleganz.

Ein guter Abschluss ist ihr sicher

Danach großer Schlussbeifall –so überzeugend war Ulrike Klies Spiel gewesen, dass kein Zweifel daran bestehen dürfte, dass sie ihre Ausbildung als nebenamtliche Kirchenmusikerin in diesem Sommer souverän abschließen wird.