Nach 20 Jahren an der Spitze der Ebhauser Gesamtwehr wurde Hans-Hermann Ungericht zum Ehrenkommandanten ernannt.
Mit stehenden Ovationen verabschiedeten sich seine Feuerwehrmitstreiter bei der Hauptversammlung in Rotfelden von Hans-Hermann Ungericht, der seine vier Amtsperioden als Gesamtwehr-Kommandant unter den Leitsatz „Eine Wehr, vier Standorte“ gestellt hatte.
Wie Bürgermeister Volker Schuler in seiner Laudatio in Erinnerung rief, begann die Feuerwehrkarriere von Hans-Hermann Ungericht 1979 bei der Abteilung Rotfelden – in einer Zeit also, als die Ebhauser Feuerwehren noch mit einem Ford Transit als Standardfahrzeug unterwegs waren. 2001 übernahm er schließlich die Abteilungsleitung in Rotfelden, und als sich die Gesamtwehr 2006 „in einem etwas unstrukturierten Zustand befand“, stellte sich Hans-Hermann Ungericht der Verantwortung und wurde nach einem überzeugenden Wahlergebnis erster Gesamtwehrkommandant aus einem Ebhauser Ortsteil.
Auf seinem Weg, die Gesamtwehr umzusetzen, stellten sich schnell erste Erfolge ein. Volker Schuler wies auf die Verbesserungen in Sachen Kameradschaft, Ausbildungsstand und Disziplin hin. Unter vielen schwierigen Einsätzen hob der Rathauschef besonders den Brand auf dem Kamelhof in Rotfelden hervor, den Ungericht als Kommandant „hervorragend gemeistert hat“. Und weil Hans-Hermann Ungericht alle Funktionen mit viel Kompetenz ausgefüllt hatte, „hat der Gemeinderat ihn zu Recht zum Ehrenkommandanten ernannt“.
„Dein Wirken bleibt unvergessen“
Wie sein Nachfolger Hansjörg Kalmbach feststellte, habe Hans-Hermann Ungericht „sein Amt nicht einfach ausgeführt, sondern gelebt, um das Beste für unsere Feuerwehr zu erreichen“. Und mit der Ernennung zum Ehrenkommandanten werde sein außergewöhnliches Engagement gewürdigt. Kalmbach betonte: „Dein Wirken bleibt unvergessen“.
Für den Kreisfeuerwehrverband machte Markus Fritsch deutlich, dass Hans-Hermann Ungericht die Ebhauser Gesamtwehr „zu einer schlagkräftigen Einheit geformt hat“. Und Markus Fritsch hatte noch eine besondere Ehrung für den scheidenden Kommandanten im Tornister, als er Hans-Hermann Ungericht für seine „herausragenden Leistungen“ im Namen des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg mit der Ehrenmedaille in Silber auszeichnete.
Zuvor bezirzt der Schultes die Gattin
Hans-Hermann Ungericht selbst schaute jetzt nicht ohne Stolz auf seine 47 aktiven und ehrenamtlichen Jahre bei der Feuerwehr zurück. Und er hatte auch eine Anekdote parat: Als seinerzeit ein Kommandant gesucht wurde, war Bürgermeister Schuler der Meinung, Ungericht könne das machen. Und noch bevor der Auserkorene das mit seiner Frau abstimmen konnte, war der Rathauschef schon mit einem Blumenstrauß bei ihr vorstellig geworden – „und die Entscheidung war gefallen“.