Der Gemeinderat Ebhausen tut sich mit der Kalkulation des Haushaltsplans 2026 schwer. Denn da sind etliche kostentreibende Faktoren zu berücksichtigen.
Personalkosten, Kreisumlage und Abschreibungen: All dies sind kostentreibende Faktoren im Haushalt 2026 der Gemeinde Ebhausen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es erste Vorberatungen zu dem Zahlenwerk, zudem wurde die Investitionsplanung vorgelegt.
Die Personalkosten steigen im Vorjahresvergleich um 257 450 Euro – davon entfallen allein auf Tariferhöhungen rund 82 000 Euro. Gegenüber dem Jahr 2024 ergibt sich eine Steigerung der Personalkosten um beinahe 20 Prozent.
Die Abschreibungen erhöhen sich von 1,46 Millionen Euro auf 1,69 Millionen. Ursache dafür sind Fertigstellungen größerer und kostenintensiver Baumaßnahmen – etwa die Sanierung der Lindenrainschule.
Prognose zur Kreisumlage schwierig
Für Kämmerin Michelle Großholz ist eine Prognose zur Kreisumlage schwierig. Mit einem Umlagesatz von aktuell 38 Prozent liegt der Landkreis Calw an der Spitze von Baden-Württemberg. „Für den Haushaltsplan 2026 kalkulieren wir daher vorerst weiterhin mit einer Kreisumlage von 38 Prozent.“
Bereits im Vorjahr wurden Anpassungen zur strukturellen Verbesserung vorgeschlagen. So würde eine Erhöhung des Hebesatzes der Grundsteuer B circa 50 000 Euro an Mehreinnahmen bringen. Eine Anpassung der Abwassergebühren würde ebenfalls 50 000 Euro ausmachen. Zudem ist an eine Übernahme der Kindergartengebühren in reduzierter Form gedacht, ebenso ist eine Erhöhung der Hundesteuer geplant. Insgesamt ergäben sich mit all diesen Maßnahmen eine Verbesserung von rund 115 000 Euro.
Von einer Anpassung der Gewerbesteuer will Ebhausen erst einmal absehen, aber die Vergnügungssteuer wird angehoben. Die Gewerbesteuer soll nicht erhöht werden, um die wirtschaftliche Stabilität lokaler Unternehmen nicht zu gefährden. Das Anheben der Vergnügungssteuer würde rund 8000 Euro bringen.
Für Investitionen fehlen 1,4 Millionen Euro
Für Investitionen werden im ersten Entwurf fast fünf Millionen Euro veranschlagt, wovon rund 1,4 Millionen Euro vorerst als Fehlbetrag erscheinen. Gedeckt werden könnte diese Summe mit einer Aufnahme von Krediten, Grundstücksverkäufen, einer Inanspruchnahme der Liquidität oder aus dem laufenden Zahlungsmittelüberschuss.
Bei der Infrastruktur sollen hellgraue Flecken im Netz in Ebhausen eliminiert werden. Bei der Wasserversorgung sind etliche Maßnahmen vorgesehen. Zudem bekommt die Aussegnungshalle Ebershardt ein neues Dach. Auch im Bildungsbereich wird kräftig investiert, etwa bei den Kindergärten.