Rektor Matthias Fröhlich, Bürgermeister Volker Schuler und Architekt Fritz Kempf (von links) freuen sich, dass die Erweiterung der Ebhauser Lindenrain-Schule im Zeitplan und im Kostenrahmen liegt.Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Ebhausen investiert mit der Schul-Erweiterung auch in die Wettbewerbsfähigkeit der Einrichtung / Zweiter Bauabschnitt

Ebhausen. "Es ist an der Zeit, dass der Gemeinderat die Baustelle besichtigt", erklärte Bürgermeister Volker Schuler mit Blick auf den guten Baufortschritt an der Ebhauser Lindenrain-Schule. Im Rahmen der Sitzung vor Ort fand quasi auch eine Art kleines "Richtfest" statt.

Im zweiten Bauabschnitt wird neben dem bestehenden Schulgebäude momentan ein Neubau mit sechs neuen Klassenzimmern für die Gemeinschaftsschule und mehreren Fachräumen errichtet. So werden unter anderem zwei Fachräume für die naturwissenschaftlichen Fächer und ein neuer Kunst- und Musiksaal entstehen. "Der Bau schreitet voran und wir liegen bisher im Kostenrahmen", machte der Bürgermeister deutlich, dass im zweiten Bauabschnitt rund 2,5 Millionen Euro in die Lindenrain-Schule investiert werden.

Doch deuten die Anmeldungen darauf hin, dass die Gemeinschaftsschule in Ebhausen im kommenden Schuljahr gut besetzt sein wird. In diesem Zusammenhang ließ Volker Schuler die Konkurrenz- und Wettbewerbssituation unter den Schulen nicht unerwähnt. Deshalb sei es richtig, "wenn wir unsere Schule modernisieren und erweitern". Erleichtert werde der Kommune die Finanzierung allerdings durch eine über 50-prozentige Förderquote mit Zuschüssen des Landes – und schön sei es auch, dass die Nachbargemeinde Rohrdorf im Rahmen des Schulverbandes die Bauabwicklung an Ebhausen übertragen habe.

"Das wird ein tolles Gebäude und es soll nach den Sommerferien seiner Bestimmung übergeben werden"

Wie Architekt Fritz Kempf vom Büro Dorner und Partner aus Nagold den Räten erläuterte, umfasse der Anbau rund 4000 Kubikmeter umbauten Raum. Die Zimmerarbeiten seien gut gelaufen und das Dach ist dicht, so dass nach Ostern die Fenster eingebaut werden sollen, bevor anschließend der Innenausbau beginnt. "Das wird ein tolles Gebäude und es soll möglichst nach den Sommerferien seiner Bestimmung übergeben werden", sagte der Architekt. Vom größten Bauprojekt in der Ebhauser Gemeindegeschichte sprach Rektor Matthias Fröhlich mit Blick auf die Gesamtkosten der Schulerweiterung in der Größenordnung von über sechs Millionen Euro – wobei der zweite der insgesamt drei Bauabschnitte auch der Größte sei. Die Schulgemeinschaft sei schon gespannt auf die zwei naturwissenschaftlichen Räume, auf den Kunst- und Musiksaal, den neuen HWT-Raum sowie auf vier neue Klassenzimmer. Dank galt jetzt dem Gemeinderat, dass er dieses Bauprojekt in Angriff genommen hat, und dem Planer sei es gelungen, "unsere Ansprüche und Wünsche aufzugreifen und so weit wie möglich umzusetzen". Mit der Schulerweiterung zeige der Schulverband Ebhausen-Rohrdorf aber ebenfalls, "dass unsere Arbeit der letzten Jahre geschätzt und unterstützt wird". Erfreulich ist es für den Schulleiter in diesem Zusammenhang, dass die Sekundarstufe zweizügig bleibt – was mit 44 Anmeldungen für die fünfte Klasse jüngst unter Beweis gestellt wurde.