Rund 20 neue Bauplätze sollen durch den Bebauungsplan "Meierhofweg" in Rotfelden entstehen. Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Ortsentwicklung: Gemeinderat Ebhausen beschließt den nächsten Schritt im Bebauungsplanverfahren

Einstimmig gab der Ebhauser Gemeinderat grünes Licht für die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes "Meierhofweg" in Rotfelden, mit dem am Ortsausgang in Richtung Wildberg neues Bauland ausgewiesen werden soll. Geleitet wurde die Sitzung dieses Mal von Bürgermeister-Stellvertreter Karl Lang.

Ebhausen. Der überbrachte einleitend die Grüße von Rathauschef Volker Schuler und stellte fest: "Dem Bürgermeister geht es gut und er wird am Donnerstag die Dienstgeschäfte wieder aufnehmen". Wer dahinter in Zeiten wie diesen allerdings eine mögliche Corona-Quarantäne vermutete, sah sich angenehm enttäuscht: Volker Schuler weilte auf einer Erholungs-Kur am Bodensee, die er zu seinem 30-jährigen Amtsjubiläum als Bürgermeister angetreten hatte.

Doch zurück zum Sitzungsgeschehen im Bürgersaal des Rathauses. Die Gemeinde Ebhausen verfügt im Ortsteil Rotfelden aktuell über keine Baugrundstücke mehr, die sich für eine Wohnbebauung eignen würden – während sämtliche unbebaute Grundstücke in Privateigentum stehen und aktuell nicht für eine Bebauung zur Verfügung stehen. Um dem Bedarf und der vorhandenen Nachfrage nach erschlossenem Wohnbauland gerecht zu werden, sollen im Bereich des Meierhofweges nun auf einer Fläche von 1,58 Hektar baldmöglichst rund 20 neue Bauplätze entstehen.

Wie Stadtplaner Fabian Gauß aus Rottenburg in seiner Vorstellung des aktuellen Planungsstandes anmerkte, befindet sich das vorgesehene Baugebiet gerade noch im Bereich des Flächennutzungsplanes, der für eine Wohnbebauung vorgesehen ist. Somit schließt sich der Bebauungsplan im Zusammenhang bebauter Ortsteile an – und begründet so die Zulässigkeit der Wohnnutzung.

Mit Blick auf die Details des Bebauungsplanes wies Fabian Gauß unter anderem darauf hin, dass hier keine öffentlichen Stellplätze vorgesehen sind. In Sachen Dachformen sollen zudem neben den klassischen Satteldächern auch Pult- und Flachdächer zulässig sein.

Rotfeldens Ortsvorsteher Karl Lang wies auf die Beratung im Ortschaftsrat am Abend zuvor hin, wo einige Änderungswünsche vorgebracht wurden. So sollte der Meierhofweg nach Auffassung der Ortschaftsräte eine Fahrbahnbreite von 5,50 Metern erhalten, "weil da auch der Schulbus fährt". Zudem müsse der Teil des Meierhofweges in Richtung Kreisstraße dringend ausgebaut werden, was jedoch eine separate Planung erfordere. Wegfallen könnten nach Auffassung des Ortschaftsrates zudem zwei geplante Bauplätze, die eher als "verzwungen" betrachtet werden während ein anderes Grundstück, das schon seit den 50er Jahren als Bauplatz vorgesehen und bereits erschlossen sei, in das Plangebiet aufgenommen werden soll.

BWG-Gemeinderat Immanuel Deuble fand es zwar "grundsätzlich gut, dass jetzt eine beiderseitige Bebauung des Meierhofweges angegangen wird". In seinen Augen muteten jedoch die geplanten Stichstraßen mit einer Breite von 4,50 Metern schon recht minimalistisch an – denn das müsse ja schließlich auch funktionieren, so Immanuel Deuble unter Hinweis auf die Müllfahrzeuge. Wie Planer Fabian Gauß erwiderte, sei es schon die Frage, was man letzten Endes wolle. Eine Straßenbreite von 5,50 Metern wäre schon sehr breit, aber 5,0 Meter durchaus vorstellbar. Wenn man jedoch Wendeplatten für Müllfahrzeuge favorisiere, müsse man pro Stichstraße auf einen Bauplatz verzichten – und das wollte dann auch niemand im Gremium.

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