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Ebhausen Es fehlt auch an einer Alternative

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Von einer Zusammenarbeit mit dem Nagolder Gutachterausschuss verspricht man sich in Ebhausen mehr Transparenz am Grundstücksmarkt – was natürlich auch für gemeindeeigene Immobilien gilt. Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Grünes Licht gab der Ebhauser Gemeinderat für eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Nagold in Sachen Gutachterausschuss.

Ebhausen. Etwas Bauchweh hatten die Räte allerdings mit den Kosten für das "Nagolder Modell" von rund 78 000 Euro für eine erstmalige Auswertung der Kaufverträge aus den letzten Jahren.

Wie Dieter Brösamle als zertifizierter Sachverständiger und erster Vorsitzender des Nagolder Gutachterausschusses erläuterte, "brauchen die Gemeinden im Zuge der Grundsteuerreform belastbare Daten". Ziel der Gutachterausschüsse sei es zudem, für eine stärkere Transparenz am Grundstückmarkt zu sorgen.

Nach Ansicht des Nagolder Immobiliengutachters sei man in Ebhausen mit der interkommunalen Zusammenarbeit auf dem richtigen Weg, zumal ein Gutachterausschuss unterschiedliche Aufgaben erfüllt. Dazu gehöre die Führung einer Kaufpreissammlung – und ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld sei die Ermittlung der Bodenrichtwerte, die dann auf Karten eingezeichnet und veröffentlicht werden. Zudem erstelle der Gutachterausschuss regelmäßig einen Marktbericht, der über die Umsätze am Grundstückmarkt informiert.

In Nagold stehe man der interkommunalen Zusammenarbeit grundsätzlich sehr aufgeschlossen gegenüber – und denkbar sei ein Zusammenschluss der Kommunen Nagold, Haiterbach, Ebhausen und Rohrdorf über die bereits bestehende Verwaltungsgemeinschaft.

Um auf das gleiche Niveau zu kommen, bedürfe es einer Evaluierung für das "Nagolder Modell". Dazu gehört in Ebhausen unter anderem die Auswertung der rund 550 Kauffälle aus den vergangenen Jahren.

Etwas erschlagen zeigte sich Bernd Krebs von den umfangreichen Ausführungen. "Für mich ist das ein Riesenmonster und das Ganze erscheint für Ebhausen überzogen", machte der BWG-Rat seine Skepsis deutlich. "Brauchen wir das wirklich alles und gibt es da auch eine Light-Version?", wollte er wissen. Immanuel Deuble (BWG) befürchtete daneben, "dass alles teurer wird".

Wie Dieter Brösamle erwiderte, gebe es aufgrund der gesetzlichen Vorgaben "kaum Alternativ-Lösungen und praktisch keine andere Wahl". Außerdem müsse die Gemeinde künftig beispielsweise vor Gericht nachweisen können, auf welchen Grundlagen die Hebesätze für die Grundsteuer festgelegt wurden. "Ich habe mich damit am Anfang auch schwer getan", räumte Bürgermeister Volker Schuler ein – doch sei er heute ebenfalls überzeugt, dass es nicht anders gehe. Mit einer Enthaltung stimmte das Gremium schließlich der Einrichtung eines gemeinsamen Gutachterausschusses zu; ebenso der Beauftragung für das "Nagolder Modell" zur Ermittlung flächendeckender Bodenrichtwerte.

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