Von 1975 bis 2016 war Eberhard Fiedler Ortsvorsteher des Wildberger Stadtteils Sulz am Eck. Nun erinnert er sich in einem Buch an die spannendsten und wichtigsten Erlebnisse.
Im Alter von 25 Jahren trat Eberhard Fiedler 1975 den Posten des Ortsvorstehers im Wildberger Stadtteil Sulz am Eck an. Er war dabei, als Sulz frisch Teilort von Wildberg wurde. In seinem Büchlein „Memoiren eines Ortsvorstehers“ erzählt er nun über seine Erlebnisse.
Über die vier Jahrzehnte hinweg hat Fiedler viele prägende Ereignisse im Ort hautnah miterlebt und -bestimmt. Dabei sei nicht immer alles einfach verlaufen, erklärt er. Gerade am Anfang der Eingemeindung sei es für die Sulzer schwer gewesen, sich Wildberg zugehörig zu fühlen. Im Buch erzählt er unter anderem, wie sich das über die Jahre veränderte.
Über Zoff und kuriose Momente
Seit seiner Ankunft in Sulz, erlebte Fiedler etliche verschiedene Situationen. Von angespannten Momenten, bei denen er hitzige Diskussionen mit aufgebrachten Bürgern führen musste, bis hin zu absurd komischen, bei denen selbst er sich das Lachen verkneifen musste.
Auch wenn nicht viele Namen genannt werden, könnten sich eingefleischte Sulzer herleiten, um wen es sich bei den Geschichten handle, verrät Fiedler.
Auch viele schöne Ereignisse finden in Fiedlers Büchlein einen Platz, besonders die, die maßgeblich dazu beigetragen haben, die Sulzer Gemeinde sowohl untereinander als auch mit den Wildbergern zusammenzuschweißen.
„Nicht mehr wie das fünfte Rad am Wildberger Wagen gefühlt“
Vor allem die damalige Sanierung der Gemeindehalle sei sowohl für Fiedler als auch für die Sulzer ein prägendes Ereignis gewesen. „Das war das erste Mal, dass die Sulzer gesehen haben, dass ihnen von Wildberg auch geholfen wird“, erinnert er sich.
„Sie haben sich zum ersten Mal nicht mehr wie das fünfte Rad am Wildberger Wagen gefühlt.“ Auch die unter anderem von Fiedler veranstalteten Feste hätten großen Einfluss auf das Miteinander gehabt.
Es geht um die Begegnung mit den Sulzern
Nach seiner Pensionierung im Dezember 2016 habe Fiedler angefangen, seine Erinnerungen auf Papier zu bringen. Dabei sei es ihm vor allem wichtig gewesen, seine Begegnungen mit Menschen festzuhalten, erzählt er. Sowohl die guten, als auch die schlechten. Und die, in denen auch Fiedler selbst mal „der Gaul durchging“.
Auch wie Eberhard Fiedler selbst nach Sulz kam, wie er zum Ortsvorsteher wurde und warum er selbst nie in den Teilort gezogen ist, zeigt er in seinem Buch auf.
Bei der Umsetzung half Jaqueline Geisel, Vorsitzende des „Bürger- & Gewerbering Für Wildberg“ und freie Journalistin. Gemeinsam fertigten sie das etwa 50 Seiten dicke Büchlein mit Bildern aus dem Stadtarchiv an.
„Das ist viel besser als so ein riesiges Buch mit 400 Seiten“, findet Fiedler. Neben seinem Amt als Ortsvorsteher von Sulz am Eck, war Fiedler unter anderem auch als Stadtkämmerer von Wildberg und ehrenamtlich als Kommandant der freiwilligen Feuerwehr aktiv.
Er könne sich vorstellen, auch diese Erfahrungen in Zukunft in einem Buch festzuhalten, meint er. Außerdem ist Fiedler leidenschaftlicher Taucher. Ob er über seine Tauchgänge auch mal ein Buch verfasst, bleibt bisher noch offen.
Hier kann das Buch gekauft werden
Gekauft werden kann das Buch bei der Sulzer Historikerin Heidi Dittus und in Wildberg sowohl bei der Esso Tankstelle, als auch beim Autohaus Hartmann.
Auch bei Fiedler persönlich kann bestellt werden. Die „Memoiren eines Ortsvorstehers“ kosten 7,50 Euro.