Die weltweite Earth Hour findet am heutigen Samstag, 22. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr statt. Die Umweltorganisation WWF ruft dazu auf, für eine Stunde auf Licht zu verzichten. Auch die Stadt Hechingen nimmt Teil – mit diesen Konsequenzen.
Seit 2007 schalten jedes Jahr Millionen von Menschen, Unternehmen und Städte rund um den Globus zur Earth Hour das Licht in ihrem privaten Wohnraum, an öffentlichen Gebäuden oder Wahrzeichen aus, um bei der weltweit größten Aktion für mehr Klima- und Umweltschutz ein Zeichen zu setzen.
Die nächste Earth Hour findet am heutigen Samstag, 22. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr statt – und die Stadt Hechingen beteiligt sich erneut, wie Klimaschutzmanager und Stadtförster Jürgen Baumer unserer Redaktion mitteilt. Für eine Stunde unbeleuchtet sein wird beispielsweise der Untere Turm, Wahrzeichen am Eingang zur Oberstadt. Auch die katholische Kirchengemeinde sei eingeladen, die Beleuchtung der Stiftskirche abzuschalten.
Im Klimaschutzkonzept ist die Teilnahme festgehalten
Hechingen macht seit der Besetzung der Klimaschutzstelle im Jahr 2022 nun zum vierten Mal bei der Earth Hour mit. Die Entscheidung dazu sei bei der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes getroffen worden, um damit die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren. Der Hintergedanke damals: „Es sollte zum Mitmachen bei der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes anregen“, erklärt Baumer.
Sein Wunsch: Die Aktion soll sich durch den alljährlichen Aufruf zur Earth Hour, die immer Ende März stattfindet, verstetigen. So werde daran erinnert, dass jeder Einzelne ein Zeichen für einen friedlichen und lebendigen Planeten setzen könne.
Aber was tun in einer Stunde ohne Licht? Der Hechinger Klimaschutzmanager hat kreative Vorschläge: Dinner in the Dark, Versteckspielen mit den Kindern, Malen mit Leuchtfarben – dem Ideenreichtum seien keine Grenzen gesetzt.
Anmelden bei WWF
Organisiert wird die Earth Hour von der Umweltorganisation WWF. Diese lädt auf ihrer Internetseite dazu ein, sich als Teilnehmer anzumelden, um auf einer deutschlandweiten Karte als Teilnehmer registriert zu werden.
Doch wie schätzt Jürgen Baumer die Ersparnis der einstündigen Lichtabstinenz ein? In konkreten Einheiten wie Kilowattstunden oder Euro sei das schwer zu prognostizieren. Schließlich sei nicht gesichert, wie viele Personen tatsächlich mitmachen. Er sagt daher: „Es geht mir dabei um das ‚machen‘. Einfach mal runter schalten, durchschnaufen und sich bewusst machen, dass innerhalb einer Stunde sehr viel bewegt werden kann.“
Straßenlaternen bleiben weiter eingeschaltet
Gerade in der derzeitigen krisengebeutelten Welt komme der Klimaschutz zu kurz: Im jüngsten Wahlkampf dominierten die Wirtschaftskrise und die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands in naher Zukunft die Agenda. Daher hofft Baumer, dass durch die Earth Hour der Klimaschutz wieder nach vorne auf der Sorgenliste rücken. Die Earth Hour sei eine „symbolische Stunde“, damit das Thema wieder vorrangig ins Bewusstsein der Menschen gelange. „Es betrifft schließlich jede und jeden“, betont Baumer.
Die Straßenbeleuchtung wird indes nicht ausgeschaltet – aus Sicherheitsgründen. Baumer versichert aber: „Wir sind aber ständig dabei, die alten Leuchtmittel auf energiesparende Leuchten umzurüsten.“