Am Villinger E-Center stehen bald vier Ladepunkte der Tesla Supercharger zur Verfügung. Foto: Marc Eich

Aus den ursprünglichen Plänen, den Tesla Supercharger am E-Center in Bad Dürrheim zu realisieren, ist nichts geworden. Stattdessen gibt es das Angebot nun in Villingen.

Kräftig gebaggert und gebaut worden ist in den vergangenen Tagen am E-Center in der Vockenhauser Straße in Villingen. Das Ziel der Arbeiten schien anfangs unklar, nun wird aber deutlich: Auf dem Parkplatz sind vier Ladepunkte von Tesla, die sogenannten Supercharger, entstanden. Sie wurden allerdings noch nicht in Betrieb genommen.

 

Damit ist klar: Aus der ursprünglichen Ankündigung, einen Tesla-Supercharger in Bad Dürrheim zu realisieren, wurde nichts. Noch im April 2025 hatte eine Edeka-Sprecherin entsprechende Pläne bestätigt. Stattdessen hat der US-amerikanische Autohersteller wohl einen neuen Standort im Schwarzwald-Baar-Kreis gefunden. Die Schnellladestationen liegen damit verkehrsgünstig an der B 33 zwischen Offenburg und Bad Dürrheim.

Damit ist der Schwarzwald-Baar-Kreis kein weißer Fleck auf der Landkarte der Tesla-Supercharger. Bislang finden sich die Stationen entlang der A  81 in Engen sowie am Autohof in Sulz-Vöhringen – VS ist damit der einzige Tesla-Standort im Schwarzwald, der nicht an einer Autobahn gelegen ist.

Am Supercharger sind aktuell Ladeleistungen von bis zu 250 Kilowatt für Elektroautos möglich. Später sollen es einmal rund 500 Kilowatt werden. Bei anderen Schnellladeanbietern in Deutschland sind derzeit 150 bis 300 Kilowatt üblich. Der chinesische Hersteller BYD spricht bei zukünftigen Ladestationen, den „Flash Chargern“, sogar von bis zu 1500 Kilowatt. Laut Ankündigung Anfang März sollen auch in Europa tausende der Stationen entstehen.

Ein wesentlicher Vorteil der neuen Tesla-V4-Schnellladestationen gegenüber älteren Modellen von Tesla ist die Fähigkeit, Fahrzeugarchitekturen von 400 bis 1000 Volt zu unterstützen. Davon profitieren nicht nur Tesla-Fahrer. Das bietet vor allem Fahrern von beispielsweise Hyundai IONIQ 5, Kia EV6 oder Audi e-tron schnellere Ladevorgänge an der Tesla-Infrastruktur. Der US-Hersteller bietet hierzulande noch keine eigenen Fahrzeuge mit 800-Volt-Architektur, wie den Cybertruck im Heimatland, an.

Deutschland ist mit mittlerweile über 300 Superchargern und rund 3812 „Steckern“ nach den USA (3019) und China (2662) das Land mit den meisten Tesla-Ladestandorten.

Im Land sind Stand 1. Januar 2024 mittlerweile 164.267 Teslas zugelassen. Über zwei Millionen Fahrzeuge sind mittlerweile elektrisch unterwegs, wie das Kraftfahrtbundesamt Ende Februar mitgeteilt hat.