Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Dornstetten wurde am Donnerstag der Startschuss für das neue E-Car-Sharing-Angebot der Firma Deer gesetzt. Sie betriebt inzwischen einen Pool aus 1049 E-Fahrzeugen und 404 Standorten.
Nachhaltige Mobilität wird in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger. Mit dem Start des E-Car-Sharings hat die Stadt Dornstetten das bisherige Mobilitätsangebot in diesem Bereich um eine Komponente ergänzt. Ab sofort können alle in der Deer-App registrierten Bürger auch von Dornstetten aus das bereitstehende Auto für Fahrten nutzen.
Zum offiziellen Start waren nicht nur Lea Blesl von der Firma Deer, Bürgermeister Bernhard Haas und Bauamtsleiter Alexander Mönch, sondern auch Gemeinderäte und Bürger an den neuen Standort gekommen. Sie feierten das Projekt mit einem kleinen Umtrunk.
„Mit dem E-Car-Sharing wird die Attraktivität und die Lebensqualität in Dornstetten zweifellos verbessert“, betonte Haas. Aufgrund der damit einher gehenden Verringerung des CO2-Ausstoßes trage Dornstetten aktiv zum Klimaschutz bei. Haas hob in seiner kurzen Ansprache besonders die Vorteile des „Einweg-Car-Sharings“ bei diesem Konzept hervor. Dieses ermögliche es, das Fahrzeug an jedem Deer-Standort einfach stehenzulassen. Zurückbringen an den Startpunkt in Dornstetten müsse man es nicht. Der Standort am ZOB sei als direkte Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr ideal, so Haas weiter.
1112 Ladepunkte in vier Bundesländern
Lea Blest von Deer erläuterte die Details und erklärte an einem praktischen Beispiel die Nutzung der App. Ein besonderer Vorteil des Systems sei, dass man jede Fahrt mit einem der inzwischen 1049 E-Fahrzeuge im Pool an jedem der 404 Standorte beginnen und enden und lassen könne. Diese Standorte befinden sich mit aktuell 1112 Ladepunkten in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen.
Wer ein Sharing-Fahrzeug beispielsweise für die Fahrt zum Flughafen nutzen möchte, um dort das eigene Fahrzeug nicht länger parken zu müssen, kann auch dies problemlos tun.
So funktioniert’s
Alles per App
Wer das E-Car-Sharing nutzen will, lädt die Deer-Sharing-App herunter oder registriert sich unter www.deer-mobility.de. Nach Verifizierung des Führerscheins wird die Nutzung der App freigeschaltet. Mit dieser können Start, Ziel und Reisedatum ausgewählt werden. Das Auto kann man vor der Fahrt mit Hilfe der App auch auf- und abschließen. Extra Autoschlüssel gibt es nicht. Der Nutzer eines Fahrzeugs muss neue Schäden in der App kurz dokumentieren und das Ladekabel im Auto verstauen, dann kann er starten. Am Ziel wird das Auto mit der Ladekarte aus dem Handschuhfach an der Ladesäule wieder eingesteckt und die Buchung mit der App beendet.
Die Tarife
Ab 12. März werden die Tarife umgestellt. Eine halbe Stunde kostet dann 7,90 Euro, eine Stunde 12,80 Euro. Für eine 24-Stunden-Nutzung zahlt der Kunde 79,70 Euro, ein Wochenende von Freitag bis Sonntag kostet 119,90 Euro. Sämtliche Kilometer und Kosten sind in diesen Preisen inbegriffen. Eine Anmeldegebühr gibt es nicht. Mit der schwarzen Ladekarte kann der Kunde das Fahrzeug kostenlos an allen Deer-Ladesäulen aufladen. Ladevorgänge an Fremdladesäulen sind ebenfalls möglich, aber kostenpflichtig. Voll bezahlt wird die erste Stunde. Danach rechnet das System auch im 15-Minuten-Takt ab.