Die "Fehlataler" spielen, die Gäste hören interessiert zu und spenden Applaus. Foto: Pfister

Endlich war es so weit: Die erste Hockete nach einer im wahrsten Sinne des Wortes langen Durststrecke wurde sehnsüchtig erwartet. Der Förderverein Sporthalle erfüllte diesen Wunsch und hatte am Samstag zur ersten Lindenbräu-Hockete eingeladen.

Burladingen - Der Festplatz war in zwei Hälften geteilt. In der einen befand sich der "Drive-In", auf dem die Kunden mit teilweise kuriosen Gefährten ihre bestellten Bierkisten mit Lindenbräu abholen konnten. Insgesamt waren mehr als 2200 Kisten eingebraut worden.

Auf der anderen Hälfte des Festplatzes war der bewirtete Bereich, zu dem nur derjenige Zutritt hatte der eines der "3 G" nachweisen konnte: geimpft, getestet oder genesen. Dafür gab es dann die "3 B", nämlich Bier, Bratwurst und Blasmusik. Wer dann doch an der Einlasskontrolle abgewiesen wurde, der konnte sich noch schnell vor der Bäckerei Remensperger an der Hauptstraße kostenlos testen lassen.

Rund 250 Besucher freuten sich an diesem kleinen Stück Normalität. Ausgelassen wurde die wieder gewonnene Freiheit gefeiert, und Fritz Hahn brachte es auf den Punkt: "Das ist, wie wenn du aus dem Gefängnis entlassen wirst."

Mit purer Spielfreude

Den musikalischen Auftakt machten die "Fehlataler" die vor Spielfreude nur so strahlten. Anderthalb Jahre ohne öffentlichen Auftritt, da fehlte auch den Musikern etwas. Als gelungene Kombination erwiesen sich dann "Albert & Andrea", die anschließend auftraten. Das Schlagerduo hielt den Stimmungspegel mühelos oben, und so manchen Gast auf der Festbank.

Laufend musste Nachschub geholt werden, und als man schon ans Aufhören dachte, wurde dann doch noch ein Fass angestochen. Das hatte dann allerdings zur Folge, dass die Helfer beim Abbau durch das einsetzende Gewitter teilweise nass wurden bis auf die Haut.

Die Hockete zeigte jedenfalls deutlich auf: Das Feiern geht noch, wenn auch unter Auflagen. Und es braucht gar nicht so viel um sich zu freuen.