Der rosa Elefant liegt auf der Seite: Franz Schalla und Christoph Biber schrauben die Zuleitungen zu der kleinen Rutsche am Kinderplanschbecken ab, um sie zu entwässern. Das dient dem Schutz gegen Frostschäden.  Foto: Schnurr

Die Freibadsaison des Schlossparkbads ist zuende gegangen. Hinter dem Freibad-Team liegen neun Sommerwochen, die hinsichtlich der Witterung durchwachsen waren.

Geislingen - Nicht nur, dass bedingt durch Corona die Saison erst am 1. Juli begonnen hat, und nicht wie in früheren Jahren am Muttertag: Die Witterung hat diesen Sommer auch nicht so recht mitgespielt. "Wettertechnisch war es ›so lala‹", sagt Franz Schalla, seit 2016 Betriebsleiter des Freibads.

 

Die Wetterstatistik zeigt: Nach vielen sonnigen, teils heißen Sommertagen im Juni fielen "pünktlich" zum Saisonbeginn in Geislingen die Temperaturen wieder. Infolge der vom Gemeindetag wegen Corona empfohlenen, späteren Eröffnung hat das Geislinger Freibad zwei warme Wochen im Juni verpasst. Nur an sieben Tage im Juli wurden mehr als 25 Grad gemessen, stattdessen regnete es viel.

Im August war es nur eine einzige Woche lang am Stück richtig heiß – zeitlich so in den Ferien gelegen, dass zahlreiche potenzielle Freibadgänger schon oder noch im Urlaub waren. In der zweiten Monatshälfte regnete es wiederholt. Beide Monate waren im langfristigen Wettervergleich zu kalt und zu nass.

Online-Registrierung hat sich bewährt

Dies und die verkürzte Saison spiegeln sich in den Besucherzahlen wider: Zwischen 1. Juli und 12. September kamen etwas mehr als 10.000 Gäste ins Schlossparkbad. Im Vorjahr sind es trotz Corona gut 15.000 gewesen. Über die genauen Besucherzahlen und das wirtschaftliche Ergebnis will die Verwaltung in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch, 29. September, berichten.

Die Saison sei für die kurze Zeitspanne dennoch gut gewesen, betont Schalla. So habe sich die Online-Registrierung bewährt, und in den Randzeiten morgens und abends seien viele Stammgäste gekommen: "Es waren alle froh, dass sie wieder schwimmen durften."

Weil schrittweise die Personenbegrenzungen zuerst auf dem Gelände und dann auch im Becken wegfielen, musste niemand draußen warten oder womöglich gar abgewiesen werden. Es sei aber nie übermäßig voll gewesen, zieht Schalla Bilanz. Die Besucher hätten sich auf der Liegewiese verteilt und die vorgeschriebenen Abstände im Becken seien mit zwei bis drei Aufsichtspersonen immer im Blick gewesen.

Auch an kühlen Tage wurde das Badewasser nie kälter als 19 Grad. Wenn dann die Sonne schien, "war es ruckzuck wieder warm". Üblicherweise liegen die Wassertemperaturen in dem mit Solarthermie beheizten Freibad bei 24 bis 26 Grad.

"Es ist ein schönes Familienbad"

Niedrigere Werte schreckten die treuen Frühschwimmer aber ohnehin nicht ab, sagt der Schwimmmeister: Diese kamen verlässlich und freuten sich oft einfach, sich wiederzusehen.

Rutsche, Volleyball-Feld und Matschplatz wurden rege genutzt. Nicht zuletzt Eltern und Kinder machten dort das Beste aus der kurzen Saison: "Es ist ein schönes Familienbad", findet Schalla.

Jetzt wird das Schlossparkbad auf die Winterpause vorbereitet. Beispielsweise haben der Betriebsleiter und sein Kollege Christoph Biber die Zuleitungen zu der kleinen, rosa Elefantenrutsche am Kinderplanschbecken abgeschraubt, um sie zu entwässern. Das dient dem Schutz gegen Frostschäden.

Im großen Becken bleibt hingegen über die kalten Monate ein Teil des Wassers stehen. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme, damit Wasser, das vom umgebenden Erdreich her von außen auf die Metallwanne drückt, diese nicht ausbeulen kann.

Und wie geht es im kommenden Jahr weiter? "Wir wären froh, wenn wir im Mai wieder aufmachen könnten", hofft der Geislinger Freibad-Chef Franz Schalla.