Drei Standorte des Restaurants wurden kontrolliert. Foto: Gern

Nach einer Kontrolle durch Zoll und Polizei in Balingen wird gegen den Restaurantinhaber ermittelt. Es geht um illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und den Mindestlohn.

In einem Balinger Restaurant war am Samstagabend kurzzeitig Schluss mit dem Essen: Acht Einsatzkräfte des Zolls und vier Polizisten waren vor Ort.

 

Diese Zahlen nennt Hagen Kohlmann, Sprecher des Hauptzollamts Ulm, unserer Redaktion.

Vier illegal Beschäftigte wurden dort entdeckt, zwei davon mit unklarer Identität. Eine erkennungsdienstliche Behandlung wurde beauftragt, zwei Dolmetscher wurden hinzugezogen.

Betrieb wird kurzzeitig geschlossen

„Der Betrieb musste dann mangels Personal geschlossen werden“, heißt es weiter. Allerdings: nicht durch den Zoll. Über eine Schließung entscheide jeweils der Betreiber.

Kohlmann zufolge wurden 2000 Euro Sicherheitsleistung an Ort und Stelle einbehalten. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Inhaber wurde eingeleitet. Die Vorwürfe lauten auf illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit, zudem geht es um den Mindestlohn.

Restaurant-Standorte in Tübingen kontrolliert

Nach Informationen unserer Redaktion wurde an weiteren Standorten des Restaurants in Tübingen ebenfalls am 28. Februar kontrolliert. Insgesamt waren demnach 27 Zollbeamte und zehn Polizisten im Einsatz.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit prüft demnach regelmäßig, auch im Zollernalbkreis und vor allem in den „für Schwarzarbeit besonders anfälligen Branchen“ wie Bau, Logistik, Gastronomie Sicherheitsgewerbe, Gebäudereinigung, Personenbeförderung oder Friseure.

Zuletzt hatte eine Großrazzia im November für Aufregung gesorgt. Auch damals war ein Restaurant in Balingen betroffen.