Der Umbau des ehemaligen Bauhofgebäudes und früheren Farrenstalls zu einem Dorfgemeinschaftshaus ist in der Gemeinde Dunningen eine der größeren laufenden Baumaßnahmen. Foto: Weisser

Die Gemeinde Dunningen steht im Jahr 2026 wiederum vor großen Aufgaben. Danach will das Rathaus aber auf die Bremse drücken.

Im Umwelt- und Technikausschuss präsentierte die Verwaltung jüngst das für das kommende Jahr geplante Investitionsprogramm. Laut Bürgermeister Peter Schumacher beinhaltet der Haushaltsentwurf 2026 keine großen Überraschungen.

 

„Wenn wir beim Feuerwehrhaus und beim Lackendorfer Kindergarten einen Haken dran machen, dann müssen wir sagen, das war’s jetzt erst einmal“, meinte der Schultes bei der Vorstellung der umfangreichen Maßnahmenliste.

Seedorfer Schwimmbecken

Die Finanzierung der Sanierung des Seedorfer Lehrschwimmbeckens stehe zwar in der mittelfristigen Finanzplanung, eine Realisierung sei aber nur bei einer Förderung von 80 Prozent möglich.

Der Bürgermeister stellte unmissverständlich klar: „Bei einer Förderung von 40 bis 50 Prozent sehe ich keine Chance, dann müssen wir der Bevölkerung sagen, das können wir uns nicht mehr leisten.“ Die Finanzierung habe man nur aufgenommen, um für mögliche Förderprogramme gewappnet zu sein.

Ehemaliger Farrenstall

Zu den dicken Brocken im Haushalt 2026 zählt die Umgestaltung des alten Bauhofs (ehemaliger Farrenstall) zu einem Dorfgemeinschaftshaus. 1,1 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Nach der aktuellen Kostenberechnung kommt der Umbau – er hat bereits begonnen – auf 1,7 Millionen Euro. An Zuwendungen erwartet die Gemeinde 874 000 Euro.

Was gekauft werden soll

Für Grunderwerb im Gewerbegebiet „Kirchöhren-Nord“ sind ebenfalls 1,1 Millionen Euro eingeplant. Für den Ankauf der Praxisräume im vorgesehenen Ärztehaus wurden in der Haushaltsrechnung 1,0 Millionen Euro veranschlagt.

Für den im Bau befindlichen Kindergarten Seedorf ist im kommenden Jahr ein letzter Betrag in Höhe von 900 000 Euro bereitzustellen. Ein Zuschuss über knapp 1,3 Millionen Euro fließt in 2026 auf das Gemeindekonto.

Eine zweite Investitionsrate (770 000 Euro) fällt für den von der Gemeinde finanzierten Anbau an den kirchlichen St. Martinus-Kindergarten an.

Neue Feuerwache

Für den Neubau des Dunningen Feuerwehrgerätehauses ist eine erste Rate über 500 000 Euro eingerechnet. Die weiteren Ausgaben in der mittelfristigen Finanzplanung: 4,15 Millionen Euro (2027), 1,0 Millionen Euro (2028) und 2,95 Millionen Euro (2029). Auf der Einnahmenseite sind in den Jahren 2026 bis 2029 insgesamt 1,44 Millionen Euro Zuschüsse abgebildet.

Der Abbruch des alten Feuerwehrgerätehauses wie auch der Gebäude Brunnenstraße 9 und 14 ist mit 239 000 Euro kalkuliert. Dafür gibt es voraussichtlich eine ELR-Förderung in Höhe von 95 500 Euro.

Weitere Projekte

Für die Arbeiten am verdohlten Dorfbach in der Brunnenstraße will man 394 000 Euro in die Hand nehmen. Jeweils 330 000 Euro beträgt in den kommenden vier Jahren die Rate für die Neuordnung der Friedhöfe. 330 000 Euro will die Gemeinde in die Installierung von PV-Anlagen (Wehle Sporthalle, Eschachtalhalle) investieren.

Die Querungshilfe in Lackendorf (290 000 Euro) soll endlich in Angriff genommen werden – sobald der Zuwendungsbescheid (164 500 Euro), auf den die Gemeinde schon längere Zeit wartet, ins Rathaus geflattert ist.

Aufzug für das Rathaus

Die schon seit mehreren Jahren anvisierte Aufzugsanlage für das Rathaus (275 000 Euro) findet sich erneut auf der Investitionsliste. Kanalmaßnahmen (insgesamt 263 000 Euro) stehen im Hafnerweg, in der Daimlerstraße und in der Eschbronner Straße an.

Und das ist noch nicht alles

Der SV Seedorf kann für seine Freiluftsporthalle mit einem Gemeindezuschuss über 250 000 Euro rechnen. Die Kosten für den Anschluss der Seedorfer Sportanlage Lausbühl an das Abwasserkanalnetz wurden mit 234 000 Euro geschätzt. Auf der Einnahmenseite findet sich ein Zuschuss von 123 500 Euro.

180 000 Euro stehen als Verpflichtungsermächtigung für Anschaffungen von Bauhoffahrzeugen zu Buche.

Geld für Buswartehäuschen

Mehrere neue Buswartehäuschen sollen in der Gesamtgemeinde aufgestellt werden. Vorgesehene Kosten: 147 200 Euro. Es wird mit Zuschüssen nach dem sogenannten Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVfG) in Höhe von 125 120 Euro gerechnet. Ein Förderbescheid, so Kämmererin Dagmar Maier, läge jedoch noch nicht vor.