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Dunningen Wie eine Lehrerin Instagram nutzt

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Katarina Poredos leistet soziale Arbeit auf der ganzen Welt. Foto: Poredos

Dunningen - Im Pool in Phuket, mit Lama am Machupicchu oder im Sari in Indien – unter dem Namen "German Gypsea" teilt Katarina Poredos aus Dunningen beeindruckende Bilder aus aller Welt auf Instagram. Doch hinter ihnen steckt viel mehr als man sieht.

Ein Küsschen für den Weihnachtsmann in Bangkok, ratlos im Schilderwald auf Barbados und tanzend am Strand von Mallorca – Katarina Poredos aus Dunningen reist gerne und teilt ihre Erlebnisse mit mehr als 4000 Followern auf der Internet-Plattform Instagram. Mehr als 58 Länder hat die 34-Jährige schon bereist.

Auf ihrem Profil überzeugen nicht nur die schönen Aufnahmen von exotischen Orten, sondern vor allem ihre Stories, kleine Videos, die dem Betrachter zeigen, was sie gerade macht. Damit gibt Poredos private Einblicke in ihr Leben.

Das Besondere daran: Die Dunningerin ist Lehrerin an der GWRS in Aichhalden. Wie lässt sich der Respekt wahren, wenn man Schüler so am Privatleben teilhaben lässt? Geht nicht zwangsläufig der Respekt flöten?

"Absolut nicht, im Gegenteil", erklärt Poredos. Mit den Eltern habe es auch noch nie Probleme gegeben. Instagram sei für sie eine gute Möglichkeit, die Schüler richtig zu erreichen. "Ich nutze es vor allem als Kommunikationsinstrument. Ich möchte nichts Sinnloses wie ›haha, ich esse Burger‹ zu meinen Bildern schreiben, sondern den Platz mit intelligenten Sprüchen und Dingen, die mir wichtig sind, füllen", erklärt sie.

Respekt durch Nähe

Die 34-Jährige arbeitet das achte Jahr im Schuldienst. Daher weiß sie, dass das Thema Wertevermittlung im Unterricht gern zu kurz kommt. Dabei sei das enorm wichtig. Gleichzeitig helfe Instagram, eine gute Beziehung zu den Schützlingen aufzubauen. "Respekt entsteht durch Nähe. Eine Beziehung kann man nur aufbauen, wenn man das Gegenüber kennt. Also gebe ich einen gewissen Teil meines Lebens preis, wenn auch eine gewisse Distanz bestehen bleibt. Dafür bekomme ich Offenheit von den Schülern", erklärt die Dunningerin. Bei 90 Prozent ihrer Schützlinge wisse sie, was diese gerade bewege. "Dadurch kann ich besser auf sie eingehen", sagt sie.

Das sei besonders bei ihrer Altersgruppe wichtig. Poredos unterrichtet meist neunte und zehnte Klassen. "Da sind alle in der Pubertät und somit auf Selbstfindungstrip. Per Instagram kann ich ihnen positive Vibes mitgeben", meint die Lehrerin. Und nicht nur das. Wenn Katarina Poredos verreist, dann macht sie nie Pauschalurlaub. "Mein Freund und ich sind viel per Couchsurfing und mit Einheimischen unterwegs", erklärt sie. Außerdem versuche sie, bei jeder Reise etwas für die Menschen vor Ort zu tun. Oftmals bringt sie Sach- und Geldspenden mit.

So war die gebürtige Kroatin unter anderem schon in den brasilianischen Favelas, in thailändischen und indischen Kinderheimen und in südafrikanischen Slums. "Ich will nicht nur reisen, um zu reisen, sondern auch etwas tun für das Land, das ich besuche – wenn es auch nur eine Kleinigkeit ist", erklärt sie ihren Antrieb.

Seit acht Jahren etwa war sie bis auf zweimal an jedem Wochenende und allen Ferientagen unterwegs. Am besten gefallen hat es Poredos unter anderem in Indien – "dieses Spirituelle catcht mich irgendwie. Man liebt es oder hasst es".

Für die Schüler sei das alles spannend. "Sie fragen mich immer, wohin es als Nächstes geht", sagt Poredos lachend. Nach ihren Reisen bringe sie oft Bilder und Geschichten in den Unterricht mit. Auf diese Weise könnten die Schüler etwas lernen, etwa, dass man nicht absagt, wenn man in Marokko zum Schneckenessen eingeladen wird. Und dass manchmal eben ein Eimer Wasser statt einer Dusche reichen muss.

Natürlich thematisiere mit den Jugendlichen auch das Thema Gefahren durch soziale Netzwerke. "Dabei ging es zum Beispiel um Facebook oder Tellonym, das so eine richtige Mobbing-App ist", so Poredos. Bei Letzterem wird anonym Feedback abgeben. "Aber auch Whatsapp wird kritisch gesehen. Missverständnisse über das Schreiben können einen Konflikt aufbauschen", weiß die Lehrerin.

Wichtig ist ihr aber vor allem, die Schüler dazu zu bringen, sich für andere einzusetzen. "Soziales Engagement ist das Wichtigste. Ich weiß um meine Vorbildfunktion und versuche das weiterzugeben", sagt sie.

Über ihre Beliebtheit auf Instagram sagt sie: "Ich bin keine Influencerin und will auch keine sein. Mir geht es einfach darum, meine positive Einstellung auf die Jüngeren zu übertragen".

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