Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Dunningen Unwetter fordert Einsatzkräfte

Von
Unterspülte oder überflutete Straßen und Plätze riefen die Feuerwehr auf den Plan. Foto: Feuerwehr, Reichert

Dunningen - Auch die Gemeinde Dunningen wurde vom Sommergewitter am Dienstag erwischt. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz. Es spielten sich dramatische Szenen ab, die der Wehr einiges abverlangten.

Am Dienstagnachmittag wurde die Feuerwehr-Einsatzabteilung Dunningen während des starken Sommergewitters, das über den Landkreis zog, durch die Leitstelle Rottweil zu einem Brandmeldealarm in einem Industriebetrieb im Gewerbegebiet Kirchöhren-West beordert. Schon auf der Anfahrt war klar, dass sich das herrschende Gewitter zu einem Unwetter entwickelte. Deshalb wurde frühzeitig die Führungsgruppe der Feuerwehr Dunningen alarmiert.

Bereits auf der Fahrt zum Einsatzort waren zahlreiche Straßen überflutet und zum Teil nicht mehr passierbar. Das Unwetter entlud sich direkt über dem Ortsgebiet Dunningen mit Starkregen, Blitz und Hagel.

Beim Eintreffen am ersten Objekt wurde aus einem benachbarten Betrieb ebenfalls ein Brandmeldealarm gemeldet, jedoch erwies sich dort die Situation als wesentlich dramatischer als beim ersten Betrieb. Bei beiden Alarmen war eindringendes Wasser der Grund, jedoch drang in einem Härtereibetrieb Wasser die Kellerräume ein, in denen auch wassergefährdende Stoffe gelagert sind, zudem liefen die Verladerampen voll.

Im Anschluss bekam die Führungsgruppe, die die Einsätze koordinierte, minütlich Meldungen von der Leitstelle über weitere Einsatzstellen im Ortsgebiet, so dass auch Vollalarm für die Abteilungen aus Seedorf und Lackendort ausgelöst wurde.

Zur Unterstützung der Maßnahmen wurde der Abrollbehälter "Hochwasser" des Landkreises aus Sulz angefordert. Auch Bürgermeister Stephan Kröger machte sich später vor Ort ein Bild und ließ sich in die Lage einweisen.

Straßen und Außenbezirke ständig kontrolliert

Das Ortsgebiet, die Umgehungsstraße und die Außenbezirke wurden ständig auf neue Schadensfälle kontrolliert. Die Einsätze reichten von durch Sturm und Blitzeinschlag umgeknickte Bäume, über Wassereinbrüche in Gebäuden bis hin zur Personenrettung aus einem Fahrzeug, das im Wasser liegen geblieben war. An den tiefer gelegenen Stellen des Ortsgebietes wurden abschnittsweise ganze Straßenzüge überflutet, selbst unmittelbar vor dem Feuerwehrhaus waren die Privatwagen der Einsatzkräfte durch massive Wasseransammlungen gefährdet.

In Teilen des Ortsgebietes fasste die Kanalisation den Starkregen nicht mehr, sodass auch zum Teil Gullydeckel nicht mehr fest in ihrer Verankerung lagen, zudem wurde überall Geröll und Schlamm mitgerissen, was die Straßen stark verschmutzte.

Großen Schaden hinterließ das Unwetter auch auf der Anlage des Tennisclubs. Vor allem die Plätze drei und vier sind vollständig zerstört. Die Umzäunung ist eingeknickt und die Plätze selbst wurden unterspült. Die Plätze sind voller Löcher, der Sand wurde abgetragen, so dass die Linien freiliegen. Das selbe gilt für die Plätze eins und zwei, jedoch sind sie weniger betroffen. Alle vier Plätze sind unbespielbar und gesperrt. Der Schaden für den Verein ist noch nicht zu beziffern.

Insgesamt arbeiteten die über 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit insgesamt acht Fahrzeugen mehr als 38 Einsatzstellen ab, wobei Dunningen-Ort am stärksten betroffen war. In Seedorf wurden lediglich vier Einsatzstellen gemeldet, in Lackendorf nur zwei querliegende Bäume auf einem Waldweg.

Die Einsatzbereitschaft der Wehr konnte erst gegen 21 Uhr beendet werden.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.