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Dunningen Schüler sollen Schwimmen lernen

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Die Diskussion um die Schwimmfähigkeit von Kindern im Grundschulalter ist im Kreis ein jährlich wiederkehrendes Thema – auch weil immer mehr Lehrschwimmbecken aus Kostengründen schließen.

Dunningen-Seedorf. Fehlenden Lehrschwimmbecken oder zu lange Transferzeiten ins nächstgelegene Bad sind die Hauptgründe für fehlenden Schwimmunterricht. "Die meisten Lehrschwimmbecken sind defizitär. Das heißt, sie machen keinen Gewinn, sondern einen Verlust," erklärt Jens Wild, Mitglied des fünfköpfigen ehrenamtlichen Vorstands des Sportvereins Seedorf (SVS). Die meisten Lehrschwimmbecken würden von der Gemeinde finanziert und könnten deshalb aus Kostengründen nicht gehalten werden. In Seedorf werde dieses Problem jedoch anders angegangen: Als eine der wenigen Gemeinden im Land werde das Lehrschwimmbecken hier durch den Sportverein Seedorf mitfinanziert, zusätzlich zu weiteren Angeboten des SVS wie beispielsweise das Fitnessstudio und den Sportpark.

Und dieses Angebot wird laut Wild in Seedorf rege genutzt. Das Becken sei über das Jahr komplett ausgebucht, nicht nur die Dunninger Schulen, sondern auch die umliegenden Gemeinden veranstalteten hier Schwimmunterricht ab den Grundschulklassen. "Wenn dieses Bad fehlen würde, würde der Druck auf die umliegenden Schwimmbäder noch größer werden", erklärt Wild bei einem Besuch von Kultusministerin Susanne Eisenmann am Montag vergangener Woche.

"Wir sind in sehr enger Zusammenarbeit mit der Grundschule und der Gemeinde," erklärt Wild auf Nachfrage. FSJler sowie einige festangestellte Mitarbeiter des Vereins böten zehn Wochenstunden mit Zusatzsportstunden für die Grundschüler in Seedorf an. Ab der zweiten Klasse stehe für die Schüler Schwimmunterricht auf dem Stundenplan.

Das Gebäude des Schwimmbads ist nur einige Meter von Grundschule und Ganztagesgebäude entfernt. "Durch den sehr kurzen Weg von 40 bis 50 Metern erspart dies einige Kosten," so Wild. "Wir als Verein schaffen es, Synergien zu nutzen, um die Infrastruktur in der Gemeinde am Leben zu erhalten."

Konzept geht auf

Und dieses Konzept scheint bisher laut Wild und Schulrektor Marcus Streule ganz gut zu funktionieren. "Wir können sagen, dass nach der Grundschulzeit alle unsere Schüler schwimmen können," teilte Streule stolz mit.

Doch in den nächsten fünf bis zehn Jahren soll das Schwimmbecken saniert werden. Unter anderem müssen die Pumpen ausgetauscht werden, so Wild. Diese Kosten könnten nicht alleine vom Verein getragen. Der Verein hofft dabei auf Unterstützung des Landes. Auch dieses Thema wurde beim Besuch der Ministerin Anfang der Woche zur Sprache gebracht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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