Über die Firma Maier Drehtechnologie in Seedorf wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Foto: Merz

Unternehmen hat Liquiditätsschwierigkeiten.Gehälter der 80 Mitarbeiter sind gesichert.

Dunningen-Seedorf - Das Amtsgericht Rottweil hat am Mittwoch, 26. Juni, das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Maier Drehtechnologie aus Dunningen-Seedorf angeordnet. Das teilt die Pluta Rechtsanwalts GmbH mit. Florian Schiller wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Grund für die Antragstellung sind laut Mitteilung Maier Drehtechnologie geht in Insolvenz des Unternehmens, das 80 Mitarbeiter beschäftigt. Deren Gehälter sind über das Insolvenzgeld gesichert. Der Geschäftsbetrieb der Dreherei läuft uneingeschränkt weiter. Aufträge werden wie gewohnt bearbeitet, so die Mitteilung der Pluta weiter.

Der Sanierungsexperte Schiller verschafft sich mit seinem Team gerade einen ersten Überblick über die finanzielle Situation des Unternehmens. "Erste Gespräche mit Kunden und Lieferanten verliefen positiv, und die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Das sind gute Voraussetzungen für die kommenden Wochen", sagt Rechtsanwalt Schiller. Mit im Sanierungsteam arbeitet zudem Diplom-Betriebswirt Michael Hieber.

Die Maier Drehtechnologie GmbH wurde 1980 gegründet. Als Spezialist für anspruchsvolle Drehteile liefert das Unternehmen nahezu 3000 unterschiedliche Produkte an Auftraggeber aus der Automobil- und Elektroindustrie, dem Maschinenbau sowie der Hydraulikbranche. Das Unternehmen gehört zur Stöhr Gruppe mit der Stöhr GmbH Metalltechnologie aus Königsbach-Stein. Diese ist nicht betroffen. Deren Tochterunternehmen, die Stöhr Zerspantechnologie GmbH aus Rathenow in Brandenburg, hat ebenfalls Insolvenzantrag gestellt.

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