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Kein Durchkommen in der Heiligenbronner und der Hochwaldstraße. Busverkehr betroffen.

Dunningen - Größere Straßenbaumaßnahmen werfen ihre Absperr-Baken voraus, könnte man sagen. Mancher Autofahrer hat es bereits zu spüren bekommen: Die Hochwaldstraße zwischen Lackendorf und dem Rottweiler Sprengel ist seit Mittwoch voll gesperrt. Es laufen gerade vorbereitende Maßnahmen zur Sanierung der mehr als maroden Straße. Wie die Leiterin des Dunninger Bauamtes, Karola Heinz, auf Anfrage bestätigte, ist die beauftragte Firma bereits dabei, die Bankette der Straße abzufräsen.

Bei der Sanierung der Hochwaldstraße kommt ein neues Verfahren zur Anwendung. Im sogenannten Fräsrecycling wird das vorhandene Straßenmaterial bis in eine Tiefe von 25 Zentimetern abgefräst und wiederverwendet. Dem Gemisch wird ein Bindemittel beigemischt. Anschließend wird die Masse mit einer Walze verdichtet. Obendrauf kommt eine zehn Zentimeter dicke Schottertragschicht und abschließend wird eine Asphaltschicht aufgebracht (wir berichteten). Da die Straße nach der Sanierung höher sein wird, werden am Schluss noch die neuen Bankette angepasst. Mit der Sanierung hat die Holperstrecke ein Ende. Rund 140.000 Euro soll die Sanierung kosten.

Maßnahme wurde um ein Jahr vorgezogen

Der Ortschaftsrat hatte sich jahrelang für die Sanierung der Hochwaldstraße eingesetzt. Eigentlich sollte die Maßnahme erst 2020 vorgenommen werden, wurde jedoch um ein Jahr vorgezogen.

Bleiben den Autofahrern von und nach Lackendorf Umwege schon nicht erspart, wird eine weitere Sperrung, die am Montag, 9. September, in Kraft treten soll, sowohl die Pendler, die aus dem Bereich Schramberg Richtung Dunningen und Autobahn fahren, als auch den Busverkehr betreffen. Ein Neubau der sogenannten Brambachbrücke im Zuge der Heiligenbronner Straße, die den Mollenmoosgraben überquert, machen eine Vollsperrung ab dem Ortsausgang Seedorf unumgänglich.

Die alte Brücke, die vor sich hin bröckelt, wird abgerissen und durch einen Neubau aus Betonfertigteilen ersetzt. Eine Betonröhre wird den neuen Durchlass bilden, oben drauf kommt die Fahrbahndecke.

Der Neubau wird bei dieser Gelegenheit den Erfordernissen des modernen Straßenverkehrs angepasst. Die Engstelle wird auf sechs Meter verbreitert, so dass gefahrloser Gegenverkehr auf der Brücke möglich wird. Die Baumaßnahme soll bis zum 6. Oktober abgeschlossen sein. Welche Änderungen auf den Busverkehr durch die Sperrung zukommen und wie genau die Umleitungsstrecke aussehen wird, dies werde im Augenblick noch abgeklärt, so Karola Heinz weiter.

Mit der Baumaßnahme wird nur die marode Brücke ersetzt. Die Heiligenbronner Straße bleibt die "gewohnte" Holperstrecke. Die Kosten für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße mit ihren rund drei Kilometern Länge müsste die Gemeinde Dunningen fast allein tragen, was einem ziemlichen Kraftakt gleichkäme.

Aber die Gemeinde sei an dem Thema dran, versicherte die Bauamtsleiterin im Gespräch mit unserer Zeitung. Aber zunächst ist erst einmal die Brücke dran.

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