Fünfter Bürgertreff in Dunningen bilanziert ereignisreiches 2014 / Ehrenmedaille für verdiente Kommunalpolitiker
Von Peter Schönfelder
Dunningen. Es war ein ereignisreiches Jahr in Dunningen. Ein Jahr des kommunalpolitischen Umbruchs und der wichtigen Baumaßnahmen. Gestern Abend zogen Bürgermeister Stephan Kröger und sein Stellvertreter Rainer Pfaller eine beeindruckende Bilanz.
Aber neben dieser Bilanz standen Ehrungen kommunalpolitisch, sozial und kulturell engagierter Bürger auf dem Programm des nunmehr fünften Bürgertreffs, diesmal in der Turn- und Festhalle Seedorf.
Viele waren gekommen, um zusammen mit Bürgermeistern der Nachbargemeinden, Pfarrern der Kirchengemeinden, Gemeinde- und Ortschaftsräten und Vereinsvertretern aufs Jahr zurückzublicken.
Naturgemäß blieben Bürgermeister Kröger in seiner Zusammenfassung nur die Monate seiner noch jungen Amtszeit zum Rückblick. Selbst diese gut drei Monate hatten es in sich.
Aber natürlich kam auch er nicht darum herum, auf die Einweihung der Dunninger Ortsumfahrung einzugehen, das Ereignis schlechthin des beinahe vergangenen Jahres. Höchste politische Prominenz sei erschienen, um dabei zu sein, erinnerte sich Kröger.
Außerdem waren zwei wichtige Wahlen vorzubereiten. Einmal die Kommunalwahl, die große Veränderungen im Gemeinderat und das Ende des Ortschaftsrats Seedorf brachte, und die Bürgermeisterwahlen, bei denen sich Gerhard Winkler nach fast 30 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hatte, und er selbst gewählt worden sei. Er sei sehr berührt gewesen über den Zuspruch, den er aus der Bevölkerung gleich von Anfang an erhalten habe, so Kröger.
Auch in der Schullandschaft habe sich 2014 Gravierendes getan. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule und der neuen Rektorin Katharina Hirt habe Dunningen als Schulstandort hinzugewonnen. Neben wichtigen Hürden, die bei der Flurneuordnung aus dem Weg geräumt wurden, über den Energiewendetag, seine erste Gemeinderatssitzung, das Jubiläum des Pflegeheims, die Buchvorstellung von Heinz Klee, der über seine Jugend in Lackendorf geschrieben hatte, bis zur Jahresabschlussübung der Feuerwehr nannte er zahlreiche Ereignisse, die, kaum zu glauben, nur die vergangenen drei Monate betrafen.
Doch Kröger blickte auch in die Zukunft. Mit dem Ausbau des schnellen Internets, der Entwicklung des Schulstandorts, der Diskussion im Bereich der Wohnbauentwicklung, dem Abschluss der Sanierung der Seedorfer Ortsdurchfahrt und der Gestaltung der jetzt vom Verkehr entlasteten Ortsdurchfahrt Dunningen konnte er nur die wichtigsten Aufgaben nennen.
Stephan Kröger wünschte allen Dunningern in allen drei Ortsteilen frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr. Nach dem Bericht Rainer Pfallers über die Arbeit des Gemeinderats nahm der Bürgermeister hochkarätige Ehrungen vor.
Auszeichnungen in alle drei Ortsteile
Es sei ihm eine Ehre, so Kröger, an seinem ersten Bürgertreff fünf Mal die Bürgermedaille zu verleihen. Sie werde an Bürger verliehen, die sich kommunalpolitisch, kulturell und sozial um die Gemeinde besonders verdient gemacht haben.
Karl-Heinz Bantle habe sich bis zu diesem Jahr seit 1994 im Gemeinderat für die Gemeinde eingesetzt, war Mitglied des Ältestenrats, des Ausschusses für Umwelt und Technik und weiterer Gremien. Seit 1991 sei er Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Dunningen-Eschbronn. Zudem habe er im Vorstand des "Liederkranz" Dunningen gewirkt und sei seit 2004 dessen Vorsitzender.
Margarita Marte habe seit 1989 im Gemeinde- und Ortschaftsrat Seedorf Verantwortung übernommen, war von 1994 bis 99 Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Dunningen-Eschbronn, außerdem Ortsvorsteher-Stellvertreterin, arbeitete in den Ausschüssen für den Eigenbetrieb Seniorenzentrum und den Kindergarten und gründete eine Selbsthilfegruppe für Polio-Erkrankte.
Der Seedorfer Stefan Roth war von 1989 an Mitglied des Ortschaftsrats und saß eine Legislaturperiode im Gemeinderat. Zehn Jahre gehörte er der Verbandsversammlung der damals noch existierenden Wasserversorgung Seedorf-Waldmössingen an.
Rainer Schaumann war seit 1984 Gemeinderat, wirkte später auch im Vermittlungsausschuss und im Gemeinsamen Ausschuss, zudem im Betriebsausschuss Energie/Wasser, in der Verbandsversammlung Eberbachgruppe und im Ausschuss für Umwelt und Technik.
Der Lackendorfer Alwin Staiger war bis zum Sommer Mitglied im Ortschafts- und Gemeinderat, gehörte zum Ausschuss für Umwelt und Technik und für das Seniorenzentrum. Von 1999 bis 2004 war Staiger Ortsvorsteher. Aber sein Name ist auch eng mit der Baronen-Gilde verbunden, seit 1989 ist er Vorsitzender, seit 2005 Ehrenmitglied. Staiger erhielt die Ehrennadel des Landes für seine kulturellen Verdienste.
Allen Geehrten bescheinigte Kröger hohen Sachverstand und große Fachkompetenz. Sie seien alle an wichtigen Entscheidungsfindungen beteiligt gewesen. Es sei ihm eine besondere Ehre, betonte der Bürgermeister, verdiente Bürger aus allen drei Ortsteilen ehren zu dürfe. Mit Glückwünschen überreichte er Medaille nebst Urkunde und ein Blumengebinde an die Geehrten (Wir berichten weiter).