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Dunningen Ein saurer Apfel wird serviert

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Die Gemeinde Dunningen dreht an der Gebührenschraube. Symbol-Foto: © studio­DG – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Dunningen. Es ist in regelmäßigen Abständen das gleiche Ritual: Gegen Ende des Jahres, wenn der Haushalt im Wesentlichen steht, schauen die Gemeinden, in diesem Fall Dunningen, auf die Einnahmesituation bei den Gebühren. In dem einen oder anderen Fall muss nachjustiert und "angepasst" werden. Und wenn eine Gemeinde die Gebühren "anpasst", werden sie in der Regel erhöht. Der Bürger muss dann in den sauren Apfel beißen.

Dabei bleibt den Gemeinden kaum etwas anderes übrig, denn sie müssen dafür sorgen, dass ihre Gebührenhaushalte wie Wasser, Abwasser, Kindergärten und Fernwärme möglichst kostendeckend gestaltet sind. Das heißt, sie müssen zuallererst versuchen, Vorhaben aus den eigenen Einnahmen zu bestreiten, bevor sie Zuschüsse beantragen.

Denn, wie heißt es in schönster Beamten-Prosa? "Wird gegen die Rangfolge der Einnahmebeschaffung verstoßen, ist ein Einschreiten der Rechtsaufsichtsbehörde möglich". Oder um es überhaupt verständlich auszudrücken, das Landratsamt schaut den Gemeinden bei der Haushaltsgenehmigung sehr genau auf die Finger, wie ihre Gebührengestaltung aussieht. Allerdings können manche Einrichtungen nicht kostendeckend arbeiten. Würde man den Eltern Kindergarten-Beiträge in der logischen Größenordnung abnehmen, könnte sich niemand mehr einen Platz leisten.

Am Montag war es also wieder soweit. Verschiedene Gebührenhaushalte standen auf dem Prüfstand. Die Kämmerei hatte sie noch einmal durchgerechnet und legte Ortschaftsrat und Gemeinderat in einer gemeinsamen Sitzung die Kalkulation vor.

Nach ihren Berechnungen sollte der Wärmepreis um einen Cent pro Kilowattstunde steigen, um den geplanten Wärmeverkauf kostendeckend zu gestalten, so dass ab 1. Januar die Kilowattstunde acht Cent kostet.

Beim Wasserzins gibt’s eine positive Überraschung für den Verbraucher. Er sinkt nämlich von bisher 1,80 Euro pro Kubikmeter auf 1,69 Euro. Allerdings wird im kommenden Jahr eine Grundgebühr in Höhe von einem Euro pro Monat eingeführt. Damit sieht die Rechnung schon nicht mehr so rosig aus.

Die Abwasserbeseitigung ist der größte Gebührenhaushalt der Gemeinden. Umso wichtiger ist es hier, auf die Kostendeckung zu achten, denn Fehlkalkulationen gehen richtig ins Geld. Hier sind die Sprünge schon deutlich spürbar. Die Schmutzwassergebühr steigt von 2,27 Euro pro Kubikmeter auf 2,67 Euro, die Gebühr für das Niederschlagswasser legt von 13 Cent pro Kubikmeter auf 18 Cent zu. Allerdings weist die Gemeinde darauf hin, dass in diesen Gebühren hohe Kosten für die Kanalunterhaltung enthalten sind. Auch in den nächsten Jahren, so rechnet die Verwaltung, kommen auf die Gemeinde weitere beträchtliche "unterirdische" Kosten zu. Ortschaftsrat und Gemeinderat stimmten den Gebührenerhöhungen zu.

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