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Dunningen Dunningen hat aus der Vergangenheit gelernt

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Foto: kw Foto: Schwarzwälder Bote

Das Bebauungsplanverfahren "Stockäcker – Bösinger Weg III" in Lackendorf ist wieder ein gutes Stück vorangekommen. Einstimmig hat der Dunninger Gemeinderat einen erneuten Offenlegungsbeschluss gefasst.

Dunningen (kw). Mit der öffentlichen Auslegung geht es in die nächste Runde. André Leopold vom Rottweiler Ingenieur- und Planungsbüro stellte dem Dunninger Gemeinderat den in zwei Punkten überarbeiteten Planentwurf vor. Der Ortschaftsrat Lackendorf hatte zuvor darüber beraten und eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. (wir berichteten). Das vereinfachte Baurechtsverfahren erfolgt nach Paragraf 13b des Baugesetzbuchs. Diese baurechtliche Erleichterung galt nur bis Ende 2019.

Fast im letzten Moment hatte die Gemeinde die Gunst der Stunde genutzt und mit einem Aufstellungsbeschluss die Weichen für die Bebauung der Außenbereichsflächen zwischen Kniebisstraße und Schafbühl gestellt.

Bei beiden Gremien stand dieses Vorhaben bereits mehrmals auf der Tagesordnung. Der Planverfasser betonte, dass im vereinfachten Verfahren keine Umweltprüfung verlangt werde. Für Eingriffe in die Natur seien keine ökologischen Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Gleichwohl gelte es, den Artenschutz zu beachten. Diesbezüglich gebe es aber dort keine Probleme. Die Feldlerche sei im Plangebiet nicht ansässig, sagte Leopold.

Eine Änderung habe es bei der Straßenführung gegeben. Der Ring zwischen Kniebisstraße und Lindenstraße werde nunmehr geschlossen. Bürgermeister Peter Schumacher ergänzte: "Die Gehwege wären sonst versetzt gewesen."

Zudem gab es laut Planer eine Korrektur bei der Festsetzung der Sichtecken. Beide Anregungen kamen aus dem Ortschaftsrat.

Wunsch nach fußläufiger Verbindung wird erfüllt

Angesprochen wurde auch die "größere grüne Fläche" (Retention für Oberflächenwasser) im Plangebiet. Das Baugebiet wird im Trennsystem entwässert. Das Regenwasser belaste die Eschach nicht auf einmal, trug Leopold vor und meinte: "Es wird keinen Dauerstau geben, der See ist nur temporär zu sehen". Der Wunsch nach einer fußläufigen Verbindung über eine Treppenanlage entlang der Kirche könne erfüllt werden, hieß es. Der ausgewiesene Graben im Außenbereich des neuen Baugebiets sei – so Leopold – nur eine "zeitlich begrenzte Lösung". Dieser würde bei einer Weiterentwicklung wegfallen.

Bei Bauplatzverkäufen an der Peripherie der jetzt geplanten Erweiterung wolle man im Kaufvertrag ausdrücklich auf die Möglichkeit einer weiteren Ausdehnung des Baugebiets hinweisen, gab Schumacher bekannt.

Die Gemeindeverwaltung hat wohl aus der Vorgeschichte gelernt. Denn: Anwohner hatten gleich zu Beginn des Bebauungsplanverfahrens geltend gemacht, dass nach dem Flächennutzungsplan nicht alle angrenzenden Flächen als Bauland vorgesehen gewesen seien. Konkreter Vorwurf: Mit der jetzigen Planung würde ihre freie Sicht auf die Wiesen verbaut.

Inge Erath wollte noch Details zum vorgeschriebenen Pflanzgebot (ein Baum pro 300 Quadratmeter Bauplatzfläche) wissen.

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