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Dunningen Der getragene Klang der Highlands

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Die Vielfalt der Musik der britischen Insel von den Highlands bis zur Irischen See wird beim Jahreskonzert des Musikvereins Lackendorf deutlich. Fotos: Kimmich Foto: Schwarzwälder Bote

Zahlreiche Besucher waren am vergangenen Samstag in der Eschachtalhalle zusammengekommen, um dem Jahreskonzert des Musikvereins Lackendorf zu lauschen. Und hätten sie sich mit ihrem schwäbischen Mundwerk nicht verraten, man hätte glatt glauben können, bei den Briten gelandet zu sein.

Dunningen-Lackendorf. Von irischer Volksmusik über Riverdance, irischen Tullamore-Whiskey bis hin zu Dudelsäcken und James Bond bauten die Musiker in ihr Programm nahezu alles ein, um dem Vereinigten Königreich möglichst nahe zu kommen.

Helmut Schmeh, Vorsitzender des Vereins, begrüßte die Zuhörer und gab das Wort an August Unterreitmeier, den Vorsitzenden des diesjährigen Spendenempfängers, der ökumenischen Kinder- und Jugendförderung, weiter. Demnach laufen die Spenden des Jahreskonzertes in einen neuen Entwicklungstest, anhand dessen Ressourcen und Unterstützungsbedarf der Kinder ermittelt werden kann.

Den musikalischen Teil des Abends eröffnete die "Rasselbande" mit der inoffiziellen britischen Nationalhymne "Rule Britannia" von Thomas Arne unter der Leitung von Jasmin Jauch. Die Schäfchen Chiara Bihl und Florian Wenger führten auf eine Weide mit kuscheligen Schafen und kündigten das darauffolgende Lied "Sheep Island" von Eric J. Hovi an.

Das Projektorchester ließ kaum Luft nach oben, herausfordernde Stücke, wie "An English Sea Song Suite" von Philip Sparke meisterten sie hervorragend. Die Ansager Max Gleixner und Jannis Staiger gaben zwischen den Stücken Fähnchen mit der Nationalflagge der Briten aus, um sich vom englischen Jubel anstecken zu lassen, nicht jedoch vom Brexit, wie sie betonten. Mit "The Royal Scotsman" von Johan Nijs schafften es die Jungmusiker unter der Leitung von Julia Schmid, in der Vorstellung der Zuhörer eine alte Dampflok rollen zu lassen.

Im Part der "Großen" des Musikvereins konnte man sich nicht nur den Klängen irischer Volksmusik hingeben – die Moderatoren Oliver Seidel und Raffaela Stern trugen auch dazu bei, dass die Gäste ein Stück weit schlauer aus dem Abend herausgingen.

So lernte man bald, weshalb James Bond seinen Martini bekannterweise nicht gerührt, sondern geschüttelt serviert bekommen möchte. Seidel klärte auf: Wenn der Drink im Shaker mit Eis geschüttelt wird, sei dieser nach dem Abseihen eiskalt, aber ohne Eisstücke.

Als Überraschung des Abends stellten sich drei Dudelsackspieler der Caverhill Guardians Pipes and Drums heraus, die aus Hardt gekommen waren, um dem britischen Thema den letzten Schliff zu geben. Gemeinsam mit dem Musikverein vereinten die Spieler ihr Können in irischen Liedern. Auch die Zugabe "Highland Cathedral" von Michael Korb und Uli Roever stimmten die Musiker mit den Dudelsackspielern kollektiv an, wobei auffiel, dass die Drei von keinerlei Notenblättern ablasen und dennoch stets ihre Einsätze fanden.

Im Rahmen des Konzertes wurden Tobias Kempel an der Trompete für 20 Jahre und Manuela Schmider an der Klarinette, Thomas Kimmich am Schlagwerk und Florian Berger an der Tuba für je 30 Jahre aktives Musizieren geehrt. Walter Rall am Tenorhorn, der laut Schmeh 1950 an Fronleichnam das erste Mal im MVL musiziert hatte, kenne den Musikverein besser als jeder andere und habe mehrere Ämter vom Jugendleiter bis zum Gründer und Dirigenten der Jugendkapelle durchlebt.

Schmeh ehrte Rall für 70 Jahre aktives Musizieren mit den Worten: "Deine positive Lebenseinstellung ist bemerkenswert."

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