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Dunningen Bauhof am lausigsten untergebracht

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Foto: Schwarzwälder Bote

Nach den Großprojekten ist vor den Großprojekten – das wurde bei einem ersten Blick des Ausschusses für Umwelt und Technik in das Investitionsprogramm des Haushalts 2020 und der folgenden Jahre deutlich. Nun gilt es, klare Prioritäten zu setzen.

Dunningen. Aber der Reihe nach: Die Gemeinde Dunningen wird in den kommenden Jahren viel Geld vergraben, da sind die Planzahlen, die Kämmerer Raphael Eith im Schnelldurchgang vorstellte, eindeutig. Auf diesen ersten Blick ist an alle gedacht, selbst für den Wasserbau für den Biber sind Mittel eingestellt.

Der Schwerpunkt ist eindeutig: Baumaßnahmen über und unter der Erde in Gewerbe- und Wohngebieten dienen der Einwohnerentwicklung und der Ansiedlung von Firmen. Ob nun Abwasserbeseitigung, Straßenbau, oder auch der dafür notwendige Grunderwerb – diese Vorhaben gehen richtig ins Geld.

Bürgermeister gibt sich optimistisch

Bürgermeister Peter Schumacher gab sich in der Sitzung des Ausschusses optimistisch. Er gehe nicht von der allseits befürchteten Konjunkturdelle in absehbarer Zeit aus, so dass die Steuereinnahmen der Gemeinde in der erwarteten Höhe ausfallen sollten. Indes, die Richtung der geplanten Investitionen ist durch laufende Bebauungsplanverfahren bereits vorgegeben. Das ist sozusagen Alltagsgeschäft und dies ist zwischen Verwaltung und Gemeinderat unstrittig.

Grundsätzliche Entscheidungen sind an anderer Stelle gefragt. Der Hochbau wird zur Herausforderung. Die desolate Raumsituation rund um den Bauhof bedarf dringend einer Lösung. Die Feuerwehr sollte einen Anbau an ihr Gerätehaus erhalten, um unter anderem das bereits bestellte Fahrzeug unterzubringen, der beschlossene Neubau eines Kindergartens in Seedorf sollte zügig über die Bühne gebracht werden und schließlich wartet das gewünschte Dorfgemeinschaftshaus.

Beim Gemeinschaftshaus drängt die Zeit

Peter Schumacher machte in der Ausschusssitzung klar, wo er den dringendsten Handlungsbedarf sieht: "Der Bauhof ist am lausigsten untergebracht", sagte er. Dort gebe es noch nicht mal einen Gemeinschaftsraum, so Schumacher.

Beim Dorfgemeinschaftshaus drängt ebenfalls die Zeit. Der Förderperiode, um Zuschüsse zu bekommen, laufe so langsam aus, warnte Schumacher. Allerdings sei es möglich, eine Verlängerung zu beantragen. Es sei dringend geboten, sich Gedanken zum Thema zu machen. Selbst die grundlegende Frage, was das gewünschte Dorfgemeinschaftshaus eigentlich leisten solle, sei letztendlich nicht beantwortet. Helmut Faller und Markus Holl wollten Bewegung in der Sache sehen und meinten: "Das muss in die Diskussion, da müssen wir dringend mal rangehen."

Peter Schumacher stimmte den beiden Räten zu und forderte, in den anstehenden Diskussionen "das Stückwerk zusammenzubringen".

Die Verwaltung werde manches als Hausaufgaben aus der Sitzung des Ausschusses mitnehmen, versicherte der Bürgermeister im Hinblick auf die Haushaltsberatungen der kommenden Wochen.

Die Ortsdurchfahrt ist aufgehübscht, der Schulneubau steht. Die Gemeinde Dunningen hat in den vergangenen Jahren einiges gestemmt. Dennoch können sich Gemeinderat und Verwaltung nicht entspannt zurücklehnen. Das zeigt ein Blick in die Investitionsplanung für die kommenden Jahre. Die nächsten Großprojekte wie Kindergarten, Bauhof, Feuerwehrhaus und Dorfgemeinschaftshaus warten bereits. Alles gleichzeitig in Angriff zu nehmen, überfordert die Gemeinde. Eine Gesamtkonzeption ist gefordert, damit die Betroffenen wissen, woran sie sind. An dieser Stelle ist Bürgermeister Peter Schumacher gefragt. Je früher die Prioritäten gesetzt sind, desto leichter kann er Bürger und Gemeinderat mitnehmen. In den Haushaltsberatungen, die in wenigen Wochen beginnen, sollten bereits klare Konturen über das Jahr 2020 hinaus erkennbar werden.

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