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Dunningen Bäume "symptomatisch" entfernen

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Dunningen. Zunächst etwas ratlos standen die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik auf dem Seedorfer Friedhof. Dort steht seit vielen Jahren eine schöne Reihe Hainbuchen, die den Friedhof schmückt und im Sommer Schatten spendet.

Jetzt sorgen sie allerdings für Ärger, denn die Wurzeln einzelner Bäume sind in die Richtung der unmittelbar daneben liegenden Gräber gewachsen. Dabei zerstören sie nach und nach einige Grabeinfassungen. Einige Einfassungen weisen bereits Schäden auf.

Wer nun verantwortlich ist, darüber kann man trefflich streiten. Hätte es die Gemeinde wissen müssen, als die Gräber angelegt wurden? Oder hätte der Steinmetz einen Hinweis geben müssen, dass es Probleme geben könnte, wie Rafael Burri meinte?

Das Problem ist da – und muss gelöst werden. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die einfachste und preisgünstigste Vorgehensweise sei, die Bäume zu entfernen, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Damit sei allerdings nicht die ganze Baumreihe gemeint, sondern nur die "Problem-Bäume", so Bürgermeister Peter Schumacher. Man werde die Bäume erst fällen, wenn sie Gräber beschädigen könnten, sie sozusagen "symptomatisch" entfernen. Bauamtsleiterin Karola Heinz verwies noch darauf, dass bei einer Umgestaltung des Friedhofs sowieso Bäume verschwinden würden.

Florian Haag war das zu kurz gedacht. Er plädierte für einen Baumsachverständigen, der sich den Fall ansehen solle, bevor entschieden werde. Er stand mit seiner Meinung allerdings allein. Rainer Pfaller sah "keine Alternative".

Heftige Kritik hagelte es von zwei Bürgerinnen in der Bürgerfragestunde.

Ihre Angehörigen liegen in Rasengräbern auf dem Seedorfer Friedhof. Von "Rasen" könne allerdings kaum die Rede sein, so die eine Betroffene. Die Gräber seien ungepflegt, der Bauhof tue kaum etwas. "Es ist mir peinlich, wie es da aussieht", machte sie ihrem Ärger Luft. Sie verlange nichts weiter, als dass das Grab ihrer Eltern in Würde gepflegt werde. Und die andere Bürgerin sekundierte, dass man ja für die Pflege zahle und dass man sie dann ja wohl erwarten könne. Und wenn die Gemeinde die Pflege nicht sicherstellen könne, dann dürfe sie eben auch keine Rasengräber anbieten. Der Technische Leiter der Gemeinde, Rafael Burri, hingegen sah die Leistung als erbracht an, und Bauamtsleiterin Karola Heinz machte geltend, dass es gedauert habe, bis das Gras angewachsen sei. Sie sicherte zu, nochmal auf einen ordentlichen Pflegezustand hinzuarbeiten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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