Rund 150 Fische sind im Eberbach in Dunningen verendet. Die Ursache ist noch rätselhaft. Foto: Angelverein

Rätselhaftes Forellensterben. Umweltamt ermittelt. Veterinäramt informiert. Naturschützer in Sorge.

Dunningen - Das Umweltamt ermittelt, das Veterinäramt ist informiert und Naturschützer sind in Sorge: Etwa 150 tote Fische hat der Angelsportverein Dunningen im Eberbach gefunden. Andernorts wird das gleiche Phänomen beobachtet. Die Ursache ist bislang unklar.

Betroffen sind hauptsächlich Forellen, aber auch einige Mühlkoppen, die haufenweise aus dem Bach geholt wurden. Von Sonntag auf Montag sind sie verendet und wurden von Mitgliedern des Angelsportvereins Dunningen aus dem Wasser gezogen. Sie hatten den Abschnitt vom Wasserwerk bis zur Heuwiese und weiter bis zum Beschenhof abgesucht.

"Veterinäramt und Umweltamt waren vor Ort", erklärt Brigitte Stein, Sprecherin des Landratsamts. Die Proben hätten nichts ergeben. "Es wurden keine Verunreinigungen durch zum Beispiel Klär- oder Biogasanlagen festgestellt." Noch sei das Fischsterben ein Rätsel. "Wasserproben und Fische werden jetzt im staatlichen tierärztlichen Untersuchungsamt in Aulendorf analysiert", sagt Stein. Auch das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg ist mit dem Fall beschäftigt. Es werde voraussichtlich noch einige Tage dauern, bis Ergebnisse vorliegen. Neue Erkenntnisse könnten auch für andere Gewässer relevant sein, denn Dunningen ist nicht der einzige betroffene Ort.

Viele Faktoren könnten beigetragen haben

S o wurden in den vergangenen Tagen in Dornhan, Rötenberg, Schenkenzell, Niedereschach und im Zollernalbkreis ebenfalls derartige Entdeckungen gemacht. "Wir rechnen momentan damit, dass mehrere Faktoren zum Tod der Fische beigetragen haben", erklärt Veterinäramtsleiter Jörg Hauser. "Wir haben auch an die Klimaerwärmung gedacht, aber die Wassertemperatur ist nicht so hoch, dass das Fischsterben direkt davon abgeleitet werden könnte." Wenn, dann sei das nur ein Faktor von mehreren. Man müsse nun in verschiedene Richtungen forschen. Was die Auswirkungen auf Kleinstlebewesen im Ökosystem angeht, gebe das Umweltamt eine vorsichtige Entwarnung. "150 tote Fische sind viel, aber der Bach ist dennoch nicht leer", sagt Hauser.

Eine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität der betroffenen öffentlichen Wasserversorgungen konnte bereits ausgeschlossen werden, lässt das Landratsamt verlauten.

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