Kinder haben auf einem Firmengelände in Wessingen Scheiben eines Autos eingeworfen. (Symbolfoto) Foto: DatenschutzStockfoto _AdobeStock.com

Kaum zu glauben, aber wahr: Drei Kinder im Alter von elf, zwölf und 13 Jahren haben am Sonntagabend Bargeld gestohlen und mehrere Scheiben eingeworfen. Der Schaden: mehrere Tausend Euro. Die Polizei spricht auf Nachfrage von einem "sehr dummen Jungenstreich", organisierte Kriminalität stecke hinter der Tat jedoch nicht.

Bisingen-Wessingen - Was war geschehen? Die drei Jungen haben nach Angaben der Polizei mehrere Fahrzeuge beschädigt. Am Sonntag gegen 18.30 Uhr verschafften sich der Elf-, Zwölf- und 13-Jährige Zutritt zu dem Areal, indem sie in der Straße Zaunäcker über einen Bauzaun kletterten. Dort brachen sie den ersten Erkenntnissen zufolge ein Wohnmobil auf, entwendeten Bargeld im zweistelligen Bereich daraus und beschädigten den Innenraum und die Windschutzscheibe. An einem Bagger und einem Audi warfen sie ebenfalls Scheiben ein und beschädigten diese.

Als die Kinder von einem Zeugen auf frischer Tat ertappt und angesprochen wurden, flüchteten sie zunächst auf ihren Fahrrädern. Kurze Zeit später konnten sie von weiteren Zeugen in der näheren Umgebung angetroffen und bis zum Eintreffen der Polizeibeamten festgehalten werden.

Die strafunmündigen Kinder räumten im Beisein ihrer Eltern die Taten ein und händigten das gestohlene Geld aus. Sie wurden nach der Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen nach Hause entlassen. Den Sachschaden konnte die Polizei noch nicht exakt beziffern, mehrere Tausend Euro sind es jedoch.

Strafmündig erst mit 14

Glück für die Kinder: Mit 14 Jahren erst sind sie strafmündig. Wie die Staatsanwaltschaft Hechingen auf Nachfrage erklärt, würde der Fall daher nicht weiter verfolgt. Allerdings liege in diesem Fall "schwerer Einbruchdiebstahl" vor, weshalb die Polizei in dieser Sache ermittelt, zu einem Prozess wird es aber nicht kommen. Einbruchdiebstahl und Sachbeschädigung gelten als Delikte, die bei volljährigen Personen auch Haft nach sich ziehen kann.

Zwar wird die Staatsanwaltschaft keine Anklage erheben, ganz durchgestanden haben die drei Jungen ihren Streich aber noch nicht: Die Polizei erklärt, dass es ein weiteres Gespräch zwischen Beamten, den Jungen und ihren Eltern geben wird. Der erzieherische Gedanke stehe im Vordergrund. Außerdem wird die Staatsanwaltschaft – wie üblich in solchen Fällen – das Jugendamt informieren.