Auch im Ortschaftsrat Altoberndorf stehen Fragen wegen geplanter Maßnahmen im Raum. Zunächst allerdings soll ausgiebig gefeiert werden.
Wie schon bei den Ortschaftsratssitzungen anderer Stadtteile gab die Erste Beigeordnete der Stadt Oberndorf Dilek Akdeníz am Dienstagabend im Oberen Schulsaal auch bei der Besprechung des Altoberndorfer Gremiums einen Einblick in die Steuerschätzungen und den Haushalt der Stadt Oberndorf.
Sie sprach von einer derzeit angespannten finanziellen Situation der Kommunen, die 90 Prozent der Städte und Gemeinden betreffe. Ein Defizit von drei Milliarden Euro in Baden-Württemberg ermögliche beim überwiegenden Teil der Kommunen, wie auch in Oberndorf, keinen ausgeglichen Haushalt mehr. Dies auch deshalb, weil man im kommenden Jahr mit etwa 1,6 Millionen weniger Einkünften aus der Gewerbesteuer rechnen müsse.
Um alle aktuell geplanten Maßnahmen durchführen zu können, wären Kreditaufnahmen in Höhe von fünf Millionen Euro erforderlich, erklärte die Erste Beigeordnete.
Sanierungsmaßnahmen steht nichts im Weg
Ob diese Situation Auswirkungen auf die Verwirklichung der beiden in Altoberndorf geplanten Projekte habe, kam daraufhin die Frage aus dem Gremium: Im Ort seien die Heizungssanierungen im Rathaus und in der Flößerhalle geplant. Wie Akdeníz ausführte, seien diese beiden Projekte wohl nicht gefährdet. Bei beiden seien die Bauarbeiten bereits vergeben, die Kosten im Haushalt eingestellt. Damit stehe den Sanierungen nichts mehr im Weg.
Kreisstraße wird wieder geöffnet
Eine gute Nachricht konnte Ortsvorsteher Christian Schmider-Wälzlein im Anschluss an die eher düsteren Prognosen von Dilek Akdeníz verkünden. Die Straße in Richtung Trichtingen werde ab 21. Juni wieder für den Verkehr freigegeben, so dass die Bürger Altoberndorfs mit einer Verkehrseinschränkung weniger leben müssten.
Viel zu besprechen gab es dann noch für das anstehende Jubiläumswochenende vom 4. bis 7. Juli, an dem man „750 Jahre Altoberndorf“ feiern wird.
Bereits am Freitag, 20. Juni, um 18 Uhr wird im Vorfeld zum Festwochenende eine von Gert Frädrich und Joachim Holzer zusammengestellte Fotowand mit zahlreichen historischen Aufnahmen unter dem Motto „Es war einmal“ auf dem Dorfplatz beim Rathaus enthüllt. Die Narrenzunft wird dazu ab 17 Uhr einen Stammtisch anbieten und für die Bewirtung der Gäste sorgen.
Kabarett, Fußball, Partynacht – und viel Musik
Das Programm für das Festwochenende steht. Man wird mit einem Festakt und den „Kächeles“ am Freitagabend, 4. Juli, in die Feierlichkeiten einsteigen. Am Samstagnachmittag steht ein Fußballspiel auf dem Programm, und abends will die Band „Edelrock“ in der Flößerhalle für beste Unterhaltung sorgen. Am Sonntag gibt es ein großes Sommerfest für alle Bürger. Verschiedene Musikkapellen spielen auf, um die Besucher zu unterhalten.
Zahlreiche Aktionen für Jung und Alt sowie eine abwechslungsreiche Bewirtung werden den ganzen Tag rund um die Flößerhalle für ein gelungenes Jubiläumswochenende sorgen, versprach der Ortsvorsteher.