Auf Dennis Fuoß und seine Teamkollegen wartet am Sonntag mit dem VfL Pfullingen eine echte Herausforderung. Foto: Kara

Zum Abschluss der englischen Woche in der dritten Liga empfängt der HBW Balingen-Weilstetten II am Sonntag um 17 Uhr den VfL Pfullingen in der SparkassenArena.

Beide Teams haben am Dienstag verloren und wollen sich rehabilitieren. Die Kreisstädter waren beim TSV Neuhausen/Filder weit entfernt von ihrer Normalform und handelten sich eine verdiente 36:42-Klatsche ein, die sogar noch deutlicher hätte ausfallen können.

Neuhausen-Pleite aufgearbeitet

"Wir müssen dieses Spiel aufarbeiten", sagte Trainer Micha Thiemann unmittelbar nach dem Ende der Partie in der Egelsee-Sporthalle. Zwei Trainingseinheiten mit dem kompletten Team stehen ihm dafür zur Verfügung, in denen er seine Jungs aufmuntern und auf den VfL Pfullingen einstellen kann, bei dem man nicht nach Schwächen suchen solle, weil es praktisch keine gebe.

Pfullingen lässt gegen Aufsteiger Federn

Dass sich der Favorit dem Aufsteiger TVS Baden-Baden mit 31:33 geschlagen geben musste, war die große Überraschung am Dienstag. "Genauso wie ich eine Reaktion meiner Mannschaft erwarte, wird das auch in Pfullingen der Fall sein", versetzt sich Thiemann in die Situation seines Trainerkollegen Daniel Brack hinein, der einst beim HBW als Regisseur in der ersten Bundesliga brilliert hatte.

HBW-Urgestein Foth hilft beim VfL aus

Pfullingen verfügt über einen Kader, der gespickt mit individuell starken Spielern ist, die auch mal eine Partie fast alleine entscheiden können. Zu diesen zählen im linken Rückraum das VfL-Eigengewächs Niklas Roth oder die beiden Spielmacher Lukas Fischer und Felix Zeiler. Da sich der bei der JSG Balingen-Weilstetten ausgebildete Jason Ilitsch verletzt hat, überredete Brack HBW-Routinier Christoph Foth dazu, seinen Rückzug aus dem aktiven Handball noch einmal zu überdenken und als Aushilfe zum VfL zu wechseln. Dort spiel er nun mit Jannik Hausmann zusammen, der ebenfalls lange in der ersten Mannschaft der "Gallier" auflief.

HBW-Coach Thiemann sieht Abwehr gefordert

Da die Pfullinger im Angriff 1:1-Situationen suchen und immer wieder ihre Kreisläufer einbinden, sei es äußerst wichtig, dass die Abwehr stabil und kompakt stehe, beschreibt Thiemann die Aufgabe für seine Defensivabteilung: "Wir müssen sie gestoppt kriegen und selbst ins Tempo kommen." Denn im Positionsangriff sei die 6:0-Deckung mit ihren offensiven Halbverteidigern nur schwer zu knacken.

Aufstellung bereitet noch Kopfzerbrechen

Auf welche Spieler Thiemann setzen kann, ist derzeit nicht absehbar. Da Regisseur Elias Huber und Rechtsaußen Tim Hildenbrand die englische Woche in der ersten und zweiten Mannschaft absolvieren, sollten sie weitgehend geschont werden. Der erst am vergangenen Dienstag aus Göppingen gekommene Felix Eisele kann Hildenbrand entlasten. Da Mittelmann Jan Bitzer aber immer noch verletzt ausfällt, könnten sich Lukas Pawelka und Mika Schüler diese Position teilen, damit Huber die notwendige Verschnaufpause erhalten kann.

Dass die Mannschaft jeden Gegner schlagen kann, hat sie mehrfach bewiesen. Den Spitzenreiter Fürstenfeldbruck hat sie an den Rand einer Niederlage gebracht und den Verfolger Leutershausen gar besiegt, was Thiemann hoffen lässt: "So eine Leistung brauchen wir wieder."