Beim Vorlesewettbewerb im Hausacher Gymnasium sind vier Sechstklässler in der Aula gegeneinander angetreten. Foto: Fischer

Im Hausacher Robert-Gerwig-Gymnasium traten vier Sechstklässler beim Vorlesewettbewerb an. Seit Jahrzehnten hat der Wettstreit Tradition an der Schule.

Die richtige Betonung, die Lesetechnik und die Interpretation der Texte – darauf kam es für die Jury des Vorlesewettbewerbs im Hausacher Robert-Gerwig-Gymnasium bei ihrer Bewertung an. Deutschlehrerin Sabine Kühn, Schülersprecherin Leni Breig und die letztjährige Siegerin Karolina Welle lauschten gemeinsam mit den vier fünften Klassen am Dienstag in der Aula den Vorlesern.

 

Jeder Deutschlehrer hatte zuvor im Unterricht mit seinen Schülern eine Vorauswahl getroffen, welcher der beste Vorleser der Klasse ist. Qualifiziert hatten sich Sarah Scherer aus der 6a, Charlotte Overbuschmann (6b), Lena Hermann (6c) und Adam Spreckelsen (6d). In der ersten Runde durften die vier Schüler ihre eigenen Texte vorlesen, ihre Wahl fiel auf „Im Reich der Geparde“ von Kira Gembri, „Unten“ von Maja Ilisch, „Alea Aquarius – Die Farben des Meeres“ von Tanja Stewner sowie „Diebe im Olymp“ von Rick Riordan.

In der zweiten Runde musste jeder der vier eine von der Jury markierte Stelle aus einem ihnen unbekannten Buch vorlesen – diesmal war es „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner. „Das Buch haben wir ausgewählt, weil es ein echter Klassiker und recht einfach zu lesen ist“, erklärte Sabine Kühn. Dennoch stolperten die Vorleser teilweise über Begriffe wie Portemonnaie und Droschke oder betonten einige Wörter recht eigenwillig.

Unbekanntes Buch in Runde zwei

Alle vier Vorleser bekamen aber nach jeder Runde lauten Applaus ihrer Zuhörer und der Jury für ihre durchaus beachtliche Leseleistung. Wie meistens entschied die Präsentation des Fremdtextes über den oder die Gewinnerin: Am meisten überzeugte die Jury schlussendlich Sarah Scherer beim Vorlesen, auf Platz zwei kam Charlotte Overbuschmann. Als Preis bekamen alle vier Schüler ein neues Buch von Kühn überreicht.

Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet. „Das RGG nimmt schon seit Jahrzehnten daran teil. Damit wollen wir einen Anreiz für die Schüler schaffen, lesen zu lernen“, erklärt Kühn.

Weitere Wettbewerbe

Sarah Scherer darf als Siegerin des Vorlesewettbewerbs im Februar beim Kreisentscheid in Offenburg antreten, die Bezirksentscheide finden im März und April statt, die Landesentscheide im Mai und das Finale im Juni.