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DSDS Heino soll Quote machen

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Die Jury der zwölften „DSDS“-Staffel: Schlagerstar Heino, DJ Antoine, Sängerin Mandy Capristo und der selbsternannte Poptitan Dieter Bohlen (von links) Foto: RTL

Köln - Daniel Küblböck quäkte, Dieter Bohlen klopfte Sprüche, und die Zuschauerzahlen schossen durch die Decke: Es gab eine Zeit, da war „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) das Maß aller Dinge. Doch der Höhenflug ist vorbei, die RTL-Castingshow rockt nicht mehr – weniger als vier Millionen treue Fans wollten vorigen­ Mai das Finale der elften Staffel sehen. Und die Karriere von Siegerin Aneta Sablik war vorbei, ehe sie richtig begonnen hatte.

Wenn an diesem Mittwochabend um 20.15 Uhr die neue Staffel von „DSDS“ beginnt, soll alles anders, alles besser werden. Ausgerechnet der 76-jährige Schlagerbarde Heino soll als neues Jurymitglied das Wettträllern aus dem Tief führen. Außerdem­ werden die Mottoshows abgeschafft, die seit eh und je das Quotensorgenkind der Show waren.

Befreiungsschlag oder Verzweiflungstat? Immerhin hat Heino zuletzt vorgemacht, wie man sich selbst neu erfindet: Die Ikone der volkstümlichen Musik („Schwarzbraun ist die Haselnuss“) kokettiert jetzt mit Heavy-Metal-Klängen und hat mit seinem letzten Album „Schwarz blüht der Enzian“ die Hitparaden erobert. „DSDS“ soll nun von der neuen Coolness des Blonden mit der dunklen Brille profitieren. Mal sehen, wie er sich mit Alphamännchen Dieter Bohlen versteht, der bislang nicht mit jedem Juror harmonierte.

Das mag einer der Gründe dafür sein, dass sich das Jury-Karussell bei „DSDS“ dauernd dreht – unter anderem durften schon der Stuttgarter Musikmanager Andreas „Bär“ Läsker, Moderatorin Nina Eichinger, Sängerin Marianne Rosenberg sowie Tom und Bill Kaulitz von der Band Tokio Hotel als Wertungsrichter über die Bewerber urteilen. Diesmal neben Heino neu an Bord: Der Schweizer Künstler DJ Antoine, der mit bürgerlichem Namen Antoine Konrad heißt und mit simplen Elektrobeats für die Massen reich wurde, sowie die Sängerin Mandy Capristo, die zur Casting-Formation Monrose gehörte und als Freundin von Nationalkicker Mesut­ Özil Schlagzeilen machte. Inzwischen sind die beiden getrennt.

Sieger bekommt Plattenvertrag und 500 000 Euro

Damit nicht genug der Änderungen: RTL rasiert die Live-Shows aus dem Fernsehstudio diesmal komplett. Stattdessen gibt es zunächst die beim Publikum besonders beliebten Castingfolgen, danach gehen die zehn Finalisten in einem Bus auf Tournee und präsentieren sich in Konzerten, unter anderem in Ischgl. Das Finale soll ebenfalls nicht im Studio, sondern auf einer Bühne in Bremen vor etwa 12 000 Zuschauern stattfinden. Der Sieger kassiert einen Plattenvertrag und 500 000 Euro – und kommt diesmal womöglich aus Polen (wie Aneta Sablik), Luxemburg, Belgien, Tschechien oder den Niederlanden, denn erstmals nehmen auch von dort Kandidaten teil.

Womöglich wird der Erbe von „DSDS“-Siegern wie Mark Medlock oder Alexanders Klaws deutlich älter sein als seine Vorgänger: Nicht genug damit dass Heino den Altersdurchschnitt der Jury hebt, auch die Altersgrenze für Bewerber wurde auf 40 Jahre erhöht. Das ist eine logische Konsequenz in einer Zeit, in der das Publikum immer älter wird, da sich viele Zuschauer unter 30 vom klassischen Fernsehen abwenden.

Der Sender betont zwar, wie erfolgreich das 2002 aus Großbritannien importierte Format immer noch sei. Demzufolge wurden seitdem zwölf Millionen Tonträger ­verkauft, und es gab 25 Nummer-1-Hits. Allerdings kamen in der Zwischenzeit auch unzählige andere Castingsendungen wie „The Voice of Germany“ ins Programm, beim Publikum gibt es einen spürbaren Überdruss. RTL hofft nun, dass die vielen Neuerungen auch greifen – und dass es „DSDS“ nicht wie der anderen großen Samstagabendshow geht, die unlängst wegen Zuschauerschwunds eingestellt wurde: „Wetten, dass . . ?“ im ZDF.

RTL, 7. Januar, 20.15 Uhr; ab 10. Januar immer samstags, 20.15 Uhr

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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