Vom idyllischen Bodensee nach Syrien: Eine 16-jährige Konstanzer Gymnasiastin soll jetzt mit einem Dschihadisten verheiratet sein. Foto: dpa

Es klingt nach einem schlechten Film: Eine 16-jährige Schülerin aus Konstanz verschwindet in den Herbstferien, um in Syrien einen Dschihadisten zu heiraten. Nun, so heißt es auf ihrer Facebook-Seite, arbeite sie "für Allah".

Es klingt nach einem schlechten Film: Eine 16-jährige Schülerin aus Konstanz verschwindet in den Herbstferien, um in Syrien einen Dschihadisten zu heiraten. Nun, so heißt es auf ihrer Facebook-Seite, arbeite sie "für Allah".

Berlin/Stuttgart - Ein 16 Jahre altes Mädchen aus Baden-Württemberg ist im vergangenen Herbst nach Syrien ausgereist, um dort einen islamistischen Kämpfer zu heiraten. In Sicherheitskreisen wurde eine entsprechende Meldung der „Welt“ bestätigt. Die Gymnasiastin soll mit dem Flugzeug von Stuttgart aus zunächst in die Türkei gereist sein. Die 16-jährige, Tochter eines Algeriers und einer Deutschen solle dabei eine gefälschte Vollmacht ihrer Eltern benutzt haben, schreibt die Zeitung.

Die Zehnklässlerin ging offenbar in Konstanz zur Schule. Sie betreibt sehr aktiv eine Facebook-Seite. Das Mädchen postet dort nach Angaben von Sicherheitskreisen nicht nur Zitate aus ideologischen Schriften oder aus religiösen Werken, sondern unterstützt aktiv den „Dschihad“ (Heiliger Krieg). Zum persönlichen Hintergrund gibt sie derzeit an, seit dem 4. Januar 2014 verheiratet zu sein und bei „Allah“ zu arbeiten.

Der Vater hatte die Tochter in den Herbstferien 2013 bei der Polizei als vermisst gemeldet. Aus Verfassungsschutzkreisen heißt es, man beobachte zunehmend das Phänomen der „Dschihad-Ehen“.

Beim Landeskriminalamt in Stuttgart hieß es am Freitag, es deute viel darauf hin, dass das Mädchen aus eigenem Antrieb ausgereist sei. Es gebe bislang keine Hinweise etwa auf Anwerber, sagte eine Sprecherin der Behörde. Es handle sich um einen Vermisstenfall, gegen das Mädchen werde nicht ermittelt.

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